Laut dem Präsidenten des Südtiroler Gemeindeverbandes, Andreas Schatzer, sind derzeit in Südtirol etwa 350 Ortspolizisten im Dienst, davon 100 in Bozen. „Gerade in der Landeshauptstadt stehen die Beamten täglich vor großen Herausforderungen. Früher war der Ortspolizist ein ‚Allrounder‘, heute hat er gesetzlich festgelegte Zuständigkeiten.“<h3> Die Aufgaben der Ortspolizei</h3> Neben den traditionellen Aufgaben in der Gemeinde, wie der Regelung des Straßenverkehrs, wirkt die Ortspolizei auch als Gerichtspolizei und wird bei Ermittlungstätigkeiten oder der Durchführung von gerichtlichen Anordnungen eingesetzt. <BR /><BR /><embed id="dtext86-67394162_quote" /><BR /><BR />„Aber die Ortspolizei ist in Südtirol derzeit unterschiedlich verteilt“, sagte Sicherheits-Landesrätin Ulli Mair. „In manchen Gemeinden gibt es einen Ortspolizisten, andere Gemeinden haben sich zusammengeschlossen.“ <BR /><BR />Das möchte man jetzt ändern, denn das Land hat Handlungsspielraum. Die Ortspolizei fällt in den Bereich mit sekundären Zuständigkeiten. „Wir wollen die Ortspolizei auf Landesebene einheitlich strukturieren, etwa in Korps, ähnlich den Bezirksgemeinschaften“, so Mair. Auch das Berufsbild soll aufgewertet werden, es braucht eine einheitliche gute Ausbildung „von mindestens 6 Monaten“. <h3> Ein Arbeitstisch wurde bereits eingerichtet</h3>Gemäß der Landesrätin profitieren alle von dieser Aufwertung: „Die Gemeindeverwaltung und die Bevölkerung. Gut ausgebildete und starke Ortspolizisten können einen effizienten und schnellen Dienst meistens in der eigenen Muttersprache vor Ort am Bürger verrichten.“ <BR /><BR />Bis hin zu einer eigenen Landespolizei? „Das könnte ein erster Schritt sein. Uns geht es jetzt aber darum, die Ortspolizei zu stärken.“ Natürlich müsse man aber auch die Bürgermeister miteinbeziehen. Ein gemeinsamer Arbeitstisch wurde bereits eingerichtet, über ein neues Rahmengesetz wird diskutiert.<h3> 500 Beamte für Südtirol</h3>Die Ortspolizei war bereits Thema beim Sicherheitsausschuss im Regierungskommissariat am Vormittag, an dem auch Innenminister Matteo Piantedosi teilnahm. Im Anschluss daran unterzeichneten er und Landeshauptmann Arno Kompatscher ein Rahmenabkommen zur Sicherheit. Bei der Landessicherheitskonferenz am Nachmittag wurde auch darüber diskutiert, wie man die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Institutionen verbessern und die Sicherheit im Land erhöhen kann. „In den vergangenen 2 Jahren haben wir über 500 Beamte nach Südtirol geschickt, auch um Abgänge zu kompensieren“, informierte Piantedosi.