Mittwoch, 28. Juni 2017

Bibliothekenzentrum: Zuschlag für römisches Unternehmen

Am Dienstag hat Gustavo Mischí, Direktor der Abteilung Hochbau und technischer Dienst, den Zuschlag erteilt: Die römische Condotte AG wird das vieldiskutierte Bozner Bibliotheken- und Medienzentrum bauen. Das Unternehmen hatte ein Angebot in der Höhe von 40 Millionen Euro vorgelegt und die Ausschreibungssumme damit um 2 Prozent unterboten.

Die Kosten für das neue Bibliothekenzentrum belaufen sich – die Einrichtung eingeschlossen – auf knapp 60 Millionen Euro. - Foto: Rendering
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Die Kosten für das neue Bibliothekenzentrum belaufen sich – die Einrichtung eingeschlossen – auf knapp 60 Millionen Euro. - Foto: Rendering

Kulturlandesrat Christian Tommasini sprach am Mittwoch von einem „wichtigen Schritt auf dem Weg zur Errichtung dieses aus kultureller Sicht so wichtigen Gebäudes“. Ein Gebäude, in dem die beiden Landsbibliotheken „Friedlich Teßmann“ und „Claudia Augusta“ sowie die Bozner Stadtbibliothek unter ein Dach kommen.

Achammer: Stätte der Begegnung

Auch Landesrat Philipp Achammer zeigte sich über die Erteilung des Zuschlags erfreut, „das künftige Zentrum wird zu einer wichtigen Stätte der Begegnung aller Menschen des Landes werden – ein Ort der Kreativität, Inspiration und des Lernens“, so der Landesrat.

Die Vergabeagentur gab den vorläufigen Zuschlag am 26. Juni bekannt, das Verfahren war am 8. März 2016 ausgeschrieben worden. Besonderheit dieser Art von Verfahren, der sogenannten integrierten Ausschreibung, ist es, dass das Unternehmen nicht nur die Arbeiten ausführt, sondern sich auch an der Planung von Teilen des Baus beteiligt.

Projekt orientiert sich an Mayr Fingerles Entwurf

"In architektonischer Hinsicht orientieren sich die Pläne am Projekt, mit dem Christoph Mayr Fingerle seinerzeit den europäischen Planungswettbewerb gewonnen hat", erklärte Abteilungsdirektor Mischí. Sobald das endgültige Planungsprojekt angenommen wird, müsse das Unternehmen das Durchführungsprojekt vorlegen, so Mischí weiter.
 
 Für die Entscheidung der aus zwei Architekten und drei Ingenieuren bestehenden Kommission war in erster Linie die Qualität des Angebots ausschlaggebend, mit 20 Prozent fiel aber auch der Preis des Projekts ins Gewicht. Begutachtet wurden zudem die Vorschläge für die Einrichtung der Sanitär- und Elektroanlagen, die Möglichkeiten der Instandhaltung, die Umstände der Errichtung der Baustelle und die Verkehrslage.

Arbeiten sollen April 2018 beginnen

Die geplanten Arbeiten umfassen die bauliche Wiedergewinnung jenes Teils der Ex-Pascoli-Schule in der Longonstraße, der erhalten bleibt, und die Errichtung eines neuen Gebäudeteils. Insgesamt wird das Bibliotheken- und Medienzentrum ein Volumen von 118.590 Kubikmeter haben.

Die Arbeiten sollen im April 2018 beginnen, vorausgesetzt es geht kein Rekurs gegen das Projekt ein. Die Fertigstellung der Arbeiten ist für April 2021 geplant, in Betrieb gehen soll das Zentrum dann im Sommer 2021. Die Kosten belaufen sich – die Einrichtung eingeschlossen – auf knapp 60 Millionen Euro.

lpa/stol

stol