Mittwoch, 04. März 2020

Triumph für Biden bei Vorwahlen der US-Demokraten

Triumph für den früheren US-Vizepräsidenten Joe Biden beim Super Tuesday: Bei den Vorwahlen der US-Demokraten für die Präsidentschaftskandidatur gewann der 77-jährige Zentrums-Politiker laut Prognosen in mindestens 9 der 14 US-Staaten, in denen abgestimmt wurde. Sein linksgerichteter Konkurrent Bernie Sanders siegte demnach mindestens in 3 Staaten.

Aufwind für den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden. - Foto: © APA (AFP) / FREDERIC J. BROWN
US-Medien erklärten Biden in Alabama, Arkansas, Massachusetts, Minnesota, North Carolina, Oklahoma, Tennessee und Virginia zum Sieger. Prognosen zufolge setzte er sich auch im wichtigen Staat Texas knapp gegen Sanders durch. In Texas werden 228 und damit besonders viele Delegiertenstimmen für die Wahl des Präsidentschaftskandidaten der oppositionellen Demokraten vergeben. Nur in Kalifornien geht es mit 415 um noch mehr Delegierte.

Der 78-jährige Sanders, der zuletzt die landesweiten Umfragen angeführt hatte, gewann laut Medien in Colorado, Utah und in seinem Heimatstaat Vermont. Eindeutige Ergebnisse aus Kalifornien und Maine standen zunächst noch aus. Nach Auszählung eines Teils der Stimmen lag jedoch Sanders in Kalifornien und Biden in Maine voran.

Der Super-Dienstag ist im Präsidentschaftsrennen der Demokraten von zentraler Bedeutung. Vergeben werden rund ein Drittel der Stimmen der Delegierten, die bei einem Parteitag im Juli über den Herausforderer von Präsident Donald Trump entscheiden - 1357 von insgesamt 3979. Allein in Kalifornien wird über 415 Delegierte entschieden und damit mehr als in jedem anderen US-Staat. Verteilt werden die Delegierten anteilig unter den Bewerbern, die mehr als 15 Prozent der Stimmen erhalten.

Biden zeigte sich am Wahlabend glücklich über die Ergebnisse: „Das ist ein guter Abend“, sagte er vor Anhängern. „Und es scheint, dass es sogar noch besser wird.“ Sein Comeback kommentierte Biden mit den Worten: „Sie haben mich noch nicht beerdigt, ich bin nicht tot. Ich bin zurück.“

Die Vorwahlen der Demokraten gehen noch bis Anfang Juni. Ihren Präsidentschaftskandidaten wird die Partei dann bei einem Parteitag im Juli offiziell nominieren. Für einen Sieg im ersten Wahlgang sind die Stimmen von 1991 Delegierten nötig. Die Präsidentschaftswahl findet am 3. November statt.


apa