Donnerstag, 03. Juni 2021

Biden trifft Erdogan bei Nato-Gipfel in Brüssel

Bei seiner ersten Europareise als US-Präsident wird Joe Biden am Rande des Nato-Gipfels in Brüssel mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan zusammenkommen.

Joe Bidens erste Europareise als US-Präsident steht bevor.
Joe Bidens erste Europareise als US-Präsident steht bevor. - Foto: © APA/afp / MANDEL NGAN
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, teilte am Donnerstag mit, bei dem Treffen am 14. Juni in Brüssel werde „die gesamte Bandbreite bilateraler und regionaler Themen“ zur Sprache kommen. Die bilateralen Beziehungen sind angespannt. Im April hatte Biden die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich als Völkermord anerkannt. Bereits im Wahlkampf hatte Biden einen härteren Kurs gegenüber Erdogan angekündigt, den er einen „Autokraten“ nannte.

Psaki teilte weiter mit, zum Auftakt seiner Europareise in Großbritannien werde Biden am Donnerstag kommender Woche Premierminister Boris Johnson treffen. Beim G7-Gipfel in Cornwall vom 11. bis 13. Juni werde der US-Präsident bilaterale Zusammenkünfte mit Staats- und Regierungschefs der Gruppe der Industriestaaten abhalten.

Keine Angaben machte das Weiße Haus zu einem erwarteten Treffen Bidens mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Am 13. Juni werden der US-Präsident und First Lady Jill Biden nach Angaben des Weißen Hauses und des Buckingham-Palastes von Königin Elizabeth II. (95) auf Schloss Windsor nahe London empfangen.

Biden reist dann der Planung zufolge weiter nach Brüssel, wo er am 14. Juni am Nato-Gipfel und am Tag darauf an einem Spitzentreffen mit der EU teilnimmt. In Belgien trifft er außerdem König Philippe und Ministerpräsident Alexander De Croo. Zum Abschluss seiner Europa-Reise steht Bidens erster Gipfel mit Kremlchef Wladimir Putin auf dem Programm.

In Genf sind außerdem Treffen mit dem Schweizer Präsidenten Guy Parmelin und mit Außenminister Ignazio Cassis geplant. Psaki teilte mit: „Diese Reise wird Amerikas Engagement für die Wiederherstellung unserer Allianzen, die Wiederbelebung der transatlantischen Beziehungen und die enge Zusammenarbeit mit unseren Verbündeten und multilateralen Partnern unterstreichen.“

dpa

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