Die notwendigen Richtlinien für die Gehaltserhöhung im Bildungsbereich hat die Landesregierung am Freitag beschlossen. Landesrätin Magdalena Amhof gab nach der Sitzung der Landesregierung noch einmal einen Überblick über die finanziellen Aufbesserungen im Bildungsbereich – sowohl über die bereits erfolgten als auch über die, die aktuell zur Verhandlung stehen. <BR /><BR />Wie mehrmals berichtet, soll es 100 Millionen Euro für eine Gehaltsaufbesserung für alle Berufskategorien im Bildungsbereich geben (durchschnittlich 400 Euro pro Monat brutto) – und zwar ohne Extraleistungen. Weitere zehn Millionen werden an Zusatzleistungen gekoppelt. <BR /><BR />Nun scheint klar: 92 der 100 Millionen Euro werden tatsächlich für alle Berufsgruppen ausgeschüttet. Acht Millionen gibt es für die Lehrer an staatlichen Schulen, um die Gehaltsunterschiede zu den Landeslehrern zu verringern. <h3> Am Termin wird festgehalten</h3>An einem Abschluss der Verhandlungen bis zum 31. März hält Landesrätin Amhof weiter fest, jedenfalls für die Verteilung besagter 92 Millionen. Der Rest kann bzw. wird in einem zweiten Moment verhandelt werden. Amhof erklärte sich dabei auch bereit, die ein oder andere Million aus dem Topf der Zusatzleistungen für die Gehaltsangleichung zu verwenden. <BR /><BR />Betont hat Amhof dabei die Grundideen der Landesregierung zur Verteilung: Für die Lehrpersonen der staatlichen Schulen ist eine Staffelung der Reallohnerhöhung nach Dienstaltersstufen geplant, aber innerhalb gewisser Grenzen. Eine stärkere Differenzierung soll es beim Personal ohne vollständige Zugangsvoraussetzungen zum Beruf geben.<h3> Reaktion der Gewerkschaften</h3>Hubert Kainz (SGB/CISL) und Petra Nock (SSG im ASGB) sind sich einig: Man bemühe sich nach Kräften, die Reallohnerhöhungen für alle Kategorien im Bildungsbereich bis zum 31. März unter Dach und Fach zu bringen. Doch zumal man über Wochen auf eine Einladung gewartet habe, weil notwendige Daten aus der Landesverwaltung nicht vorlagen und einige noch immer fehlen, dürfte der Stichtag 31. März nicht in Stein gemeißelt sein, betont Nock. <BR /><BR />„Sollte es bei den Verhandlungen aus irgendeinem Grund zu einer späteren Einigung kommen und es deshalb nicht zu einer rückwirkenden Auszahlung der Reallohnerhöhung ab 1. Jänner kommen, gehen wir auf die Barrikaden. Das machen wir nicht mit.“ Ähnlich klingt es bei Hubert Kainz: „Die Verzögerung ist schließlich nicht unsere Schuld“, betont auch er. <BR /><BR />Und schiebt hinterher, dass man schließlich von Seiten der Verhandlungsagentur die Verhandlungstage auch enger setzen könnte. Angetan ist er vom Angebot der Personallandesrätin Magdalena Amhof, aus dem Geldtopf für die Zusatzleistungen etwas abzuzwacken für eine größere Angleichung der Lehrergehälter staatlicher und Landesschulen.