Während bisher stets die Rede von einem „Bildungsomnibus“ war, spricht Achammer mittlerweile von einem ersten Omnibus. Denn: „Bildungsdialog und -gipfel werden sicher weitere Vorschläge liefern“. <BR /><BR />Erste Maßnahmen sollen aber schon mit kommenden Schuljahr umgesetzt werden. „Damit das geschehen kann, muss der Gesetzentwurf spätestens im Juni in den Landtag“, erklärt Achammer. <BR /><BR /><BR /><BR />Die einzelnen Bildungsdirektionen hatten ihre Vorschläge bereits im Vorfeld eingebracht. Gestern nun stimmten sich die Landesräte in einer laut Landesrat Daniel Alfreider „sehr konstruktiven Sitzung“ ab: „Jetzt folgen weitere Detail-Abstimmungen, u.a. auch mit den zuständigen Inspektoren.“ Denn der Omnibus soll der „guten Tradition“ folgen und alle Maßnahmen für alle drei Sprachgruppen vorsehen. <BR /><BR />So auch den von der SVP-Arbeitsgruppe Schule vorgeschlagenen sog. Sprach-IBP (individueller Bildungsplan), der besondere Maßnahmen für sprachschwache Kinder in den ersten Jahren nach Einschreibung oder bei Neuankunft in Südtirol vorsieht.<BR /><BR />„Diese Maßnahme ist keineswegs nur für die deutsche Schule bzw. für die deutsche Sprache sinnvoll. Auch Schüler, die sich mit Italienisch als Unterrichtssprache schwertun, sollen davon profitieren können“, erklärt Achammer. <BR /><BR />Das Omnibus soll diesen IBP daher als Kann-Möglichkeit für alle einführen. Ob er zur Anwendung kommt und mit welchen konkreten Hilfestellungen, sei dann individuell vom jeweiligen Klassenrat zu entscheiden. Ein Anspruch der in der Unterrichtssprache schwach eingestuften Kinder auf einen IBP ist laut Achammer nicht vorgesehen.<BR /><BR />Obligatorisch soll hingegen die Mitwirkung der Eltern werden. Doch weil man sich mit dieser Verpflichtung „nahe an der Grenze unserer Südtiroler Kompetenzen“ bewegt, will sich Achammer bei einem Gespräche kommende Woche mit dem römischen Minister für Unterricht Giuseppe Valditara rückversichern. <BR /><BR />Und wo sind die anderen Punkte aus dem SVP-Schul-Paket? „Nicht für alles braucht es einen eigenen gesetzlichen Rahmen“, erklärt Achammer und nett die finanziellen Prämien für Lehrkräfte in besonders forderndem Umfeld (Brennpunktschulen). „Das ist eine vertragliche Sache und wird derzeit bei den Treffen mit den Gewerkschaften mitverhandelt“, so Achammer.