Die Entfremdung gegenüber Europa, die Rolle der Sonderautonomien sowie Finanzautonomie und Steuerföderalismus waren die zentralen Themen dieser Konferenz. Einig waren sich die Präsidenten darin, dass die Gründe für den Status der Sonderautonomien weiterhin aufrecht bleiben, auch wenn sie in letzter Zeit oft als lästige Anomalien abgetan würden.„Die Sonderautonomien können auch die Lokomotive für die Autonomiepläne anderer Regionen sein“, meint Bizzo, der noch auf eine weitere Rolle hinweist: „Gerade in einer Zeit, in der das Vertrauen in Europa sinkt und die nationalistischen Bewegungen stärker werden, wird erkennbar, dass der europäische Geist gerade in föderalistisch organisierten Staaten, allen voran Deutschland, weiter stark ausgeprägt ist. Regionalismus, Föderalismus und Europagedanke gehen Hand in Hand, und in diesem Sinne können die autonomen Provinzen und Regionen Modellcharakter haben.“Die Konferenz von Cagliari schließt am Freitag mit der Tagung „Besonderheit, Asymmetrie, Uniformität - der italienische Regionalismus und die Herausforderung der Differenzierung“, bei der es gerade um den Beitrag der Sonderautonomien zur Entwicklung Italiens geht.lpa/stol