Auslöser des Unmuts ist die neue Gemeindewahlordnung, mit der u. a. die Gemeinderäte verkleinert werden sollen, um Kosten zu sparen.Der Gesetzentwurf liegt aber aufgrund der Obstruktion von Donato Seppi und Andreas Pöder seit Dezember 2009 auf Eis. Sie hatten Tagesordnungspunkte mit 320 Seiten (Seppi) und 609 Seiten (Pöder) eingebracht.Inzwischen aber wird am Gesetz seit Monaten wieder gebastelt. Sie SVP hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt. „Und mit der haben wir gut zusammengearbeitet“, betont die Fraktionssprecherin der Lega, Franca Penasa.Pöder hat seine Anträge zurückgezogen, und auf Antrag der SVP wurde das Gesetz sogar auf Mittwochvorgezogen. Kurzum: Alle waren der Meinung, dass das endlose Ringen um die Gemeindeordnung endlich abgeschlossen werden könnte.„Umso überraschter waren wir alle, als Bizzo am Dienstagabend wissen ließ, ihm sei das Gefeilsche egal, weil er ein eigenes Gesetz einbringt“, sagt Roland Tinkhauser (Freiheitliche). Als sich am Mittwoch herausstellte, dass sogar die Mehrheit darüber nicht informiert war, reichte es der Opposition. Sie will Bizzo mit einem Misstrauensantrag aus dem Amt kicken. „Sein Handeln ist verantwortungslos“, wetterte gestern Penasa.Dass die Mehrheit Bizzo im Regen stehen lässt, ist unwahrscheinlich. Sauer ist man aber auch dort. SVP-Vizefraktionssprecher Arnold Schuler wirft Bizzo „mieses Management“ vor.bv/D