Montag, 09. Mai 2016

Blaas: Stillstand in Bozen geht weiter

Der Freiheitliche Parteiobmann und Abgeordnete Walter Blaas sieht sich nach den Wahlen in seiner Annahme bestätigt: Das neue Wahlgesetz für Bozen sei sinnlos.

Walter Blaas
Walter Blaas - Foto: © STOL

„Die Kräfteverhältnisse werden im überwiegenden Maß die gleichen bleiben“, meint Blaas mit Blick auf das Wahlergebnis von Bozen. Der politische Stillstand werde sich fortsetzen.  

„Das Noggler’sche Wahlgesetz hat rein gar nichts gebracht“, unterstreicht er in seiner Aussendung „Weder wurde dadurch die Landeshauptstadt regierbarer, noch ermöglichte das Wahlgesetz klare und vor allem stabile Mehrheiten im Gemeinderat zu bilden.“

Wie berichtet, hat der Regionalrat zu Beginn des Jahres das Wahlgesetz für Bozen geändert. Nach der Wahl am Sonntag sind nun 10 statt der vormals 18 Listen im Bozner Gemeinderat vertreten.

Süd-Tiroler Freiheit schafft den Einzug nicht – „Vorhersehbar“

Den Sprung ins Rathaus nicht geschafft hat die Süd-Tiroler Freiheit. Sie hat die dafür notwendige 3-Prozent-Hürde nicht geknackt. Die Bewegung, die mit Cristian Kollmann als Bürgermeister-Kandidat angetreten war, schreibt in einer Aussendung am Montagvormittag, dass sie mit dem Ergebnis trotzdem zufrieden sei. „Es war gut und richtig zu kandidieren. Dank unserer Kandidatur wurde die Volkstumspolitik zum Wahlkampfthema, und die Südtiroler Volkspartei musste sich notgedrungen plötzlich ihres eigenen Auftrages besinnen.“

Haben für die Süd-Tiroler Freiheit in Bozen kandidiert, doch den Einzug in den Gemeinderat verpasst: Cristian Kollmann und Alexander Wurzer. - Foto: Süd-Tiroler Freiheit

 

Blaas hingegen befindet: „Das Scheitern der Süd-Tiroler im Alleingang war vorhersehbar, denn von Anfang an fehlte es ein Einsatzbereitschaft beim ‚Kampf um Bozen‘ im Regionalrat zur Verhinderung des SVP-Maßanzuggesetzes. Standhafte Oppositionsarbeit sieht anders aus.“

Gratulation nach Niederdorf

„Im Namen der Freiheitlichen gratuliere ich dem ‚Bündnis 2016‘ in der Gemeinde Niederdorf zum Wahlerfolg und wünsche viel Erfolg für die bevorstehenden Herausforderungen“, hält Obmann Walter Blaas am Ende seiner Mitteilung fest.

 stol

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