Das Ergebnis sei ein klares Zeichen der Bevölkerung, die sich durch die SVP nicht länger bevormunden lasse und endlich ein Gesetz zur Direkten Demokratie verlange, das die Mitbestimmung deutlich erleichtert, schreibt Parteiobfrau Ulli Mair.„Wer die Zugangshürden für eine Volksabstimmung von 13.000 Unterschriften auf knapp 34.000 innerhalb kürzester Zeit erhöht, darf sich nicht wundern, dass das dann von der Bevölkerung nicht als Möglichkeit zur Mitbestimmung bewertet wird, sondern als Versuch, die Bürgerbeteiligung auszuschalten.“Zwar hätten relative wenige Bürger am Referendum teilgenommen, meint Mair. Doch „entscheiden in einer Demokratie nun einmal jene, die an Wahlen teilnehmen“. So seien die demokratischen Spielregeln. „Wenn die SVP und der so genannte ‚Architekt‘ des SVP-Gesetzes zur Bürgerbeteiligung, Landesrat Arnold Schuler, jetzt wieder über ein Quorum nachdenken will, dann beweist das, dass dieses versenkte SVP-Gesetz nie ernst gemeint war, sondern einzig und allein der Versuch war, einen Maßanzug für die SVP anzufertigen“, ist sich Mair sicher.„Überheblich und arrogant“Und: „Wer den Befürwortern des ‚Nein‘ die Kosten von drei Millionen Euro anlasten will, die ein Referendum kostet, so wie dies Kompatscher, Theiner und Schuler handhaben, hat von Direkter Demokratie nichts verstanden und handelt überheblich und arrogant.“Freiheitliche präsentieren EntwurfDas Gesetz von 2005, das jetzt wieder gilt, müsse schleunigst angepasst werden, so die Obfrau der Freiheitlichen. Das Quorum müsse deutlich gesenkt und die Anzahl der erforderlichen Stimmen keinesfalls erhöht werden. Obfrau Mair kündigt an, dass die Freiheitlichen einen eigenen Entwurf für ein entsprechendes Gesetz vorlegen werden.