Samstag, 09. November 2019

Bloomberg sichert sich Option für US-Präsidentschaftsbewerbung

Der frühere New Yorker Bürgermeister und Milliardär, Michael Bloomberg, will offensichtlich US-Präsident Donald Trump bei der Wahl 2020 herausfordern.

Michael Bloomberg könnte doch noch für die US-Präsidentschaft kandidieren.
Michael Bloomberg könnte doch noch für die US-Präsidentschaft kandidieren. - Foto: © APA (AFP/Archiv) / LUDOVIC MARIN

Der 77-Jährige ließ die nötigen Unterlagen für eine mögliche Teilnahme an den Vorwahlen für eine Kandidatur im US-Bundesstaat Alabama einreichen, wie aus einer Liste hervorgeht, die die Demokratische Partei am Freitag (Ortszeit) auf ihrer Homepage veröffentlichte.

Prominente Anwärter auf die Kandidatur der Demokraten brachten sich inzwischen gegen Bloomberg in Stellung.

Es sei Bloomberg überlassen, für die Präsidentschaft zu kandidieren, sagte die linke Senatorin und Präsidentschaftsbewerberin Elizabeth Warren dem TV-Sender NBC.

Sie fügte hinzu: „Ich glaube, wir sollten eine Graswurzelbewegung aufbauen, um wahre Veränderung in diesem Land herbeizuführen. Ich glaube nicht, dass es in der Demokratie darum gehen sollte, dass Leute hereinkommen und Wahlen kaufen.“

Warren führt das Bewerberfeld der Demokraten mit Ex-Vizepräsident Joe Biden und dem linken Senator Bernie Sanders an.

Bloomberg hat sich selbst noch nicht öffentlich zu seinen Plänen erklärt und ist noch nicht offiziell ins Präsidentschaftsrennen eingestiegen. Mit seiner fristgerechten Registrierung in Alabama am Freitag sicherte sich der 77-Jährige aber die Option, sich bei den Demokraten als Präsidentschaftskandidat zu bewerben.

Der Bundesstaat ist der erste, in dem Bewerber ihre Dokumente einreichen mussten, um an den Präsidentschaftsvorwahlen teilzunehmen. Äußerungen aus seinem Umfeld hatten Spekulationen angeheizt, dass er antreten will.

dpa

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