Mittwoch, 07. November 2018

Bomben-Fehlalarm an Bahnhöfen in Madrid und Barcelona

Gleich 2 Fehlalarme an Bahnhöfen in Barcelona und Madrid haben am Mittwoch für Chaos im spanischen Zugverkehr gesorgt. Im Hauptbahnhof der katalanischen Metropole Barcelona vermuteten Sicherheitskräfte nach einer Scanner-Kontrolle in einem Koffer einen Sprengsatz, wie die Polizei mitteilte. Daraufhin wurden zwei Hochgeschwindigkeitszüge im Bahnhof Sants evakuiert.

Der Hauptbahnhof in Barcelona war kurzzeitig evakuiert worden.
Der Hauptbahnhof in Barcelona war kurzzeitig evakuiert worden. - Foto: © shutterstock

Weitere Tests von Sprengstoffexperten der Polizei ergaben dann aber, dass von dem entdeckten Gegenstand keine Gefahr ausging. Eine Gürtelschnalle in Form einer Handgranate hatte den Großalarm und Zugverspätungen ausgelöst.

Nachdem die geräumten Züge ergebnislos durchsucht wurden, wurde die Polizei in Madrid gewarnt, weil sich der verdächtige Koffer samt seinem Besitzer offenbar an Bord eines Zuges in Richtung der spanischen Hauptstadt befand, wie ein Sprecher berichtete. In Madrid richtete die Polizei ein Sperrgebiet rund um einen Bahnsteig des Bahnhofs Atocha ein. Bei Eintreffen des Zuges wurde das gesamte Gepäck an Bord durchsucht und schließlich die granatenförmige Gürtelschnalle gefunden.

Im Bahnhof Atocha waren bei einem Bombenanschlag im März 2004 193 Menschen getötet und etwa 2000 weitere verletzt worden. Das Attentat, das der Polizei zufolge von islamistischen Extremisten verübt wurde, war der bisher schwerste Anschlag in Spanien. In Barcelona war im August 2017 ein Attentäter mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge gefahren. Damals waren 14 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden.

apa/ag

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stol