<BR />Besonders gefährlich sei dabei die Möglichkeit, zentrale Bereiche wie das Gesundheitswesen, die Energieversorgung oder Verkehrs- und Finanzsysteme anzugreifen, ohne dass die Verantwortlichen unmittelbar identifiziert werden können, warnte der Minister gegenüber der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ (Samstagsausgabe).<BR /><BR /><BR />Der Cyberraum fungiere als wesentlicher Verstärker solcher Operationen. Ziel sei nicht allein die unmittelbare Schädigung, sondern auch die Verbreitung von Unsicherheit und Misstrauen. <BR /><BR />Crosetto, der der Regierungspartei Fratelli d'Italia von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni angehört, verwies zudem auf die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit innerhalb von NATO, Europäischer Union und G7.<BR /><h3> Crosetto sieht hybride Kriegsführung als „Virus“</h3> Die Erfahrungen aus dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zeigen, wie wichtig koordinierte Abwehrmaßnahmen seien. Zugleich bestehe eine erhebliche Lücke zwischen den Angriffen und der Reaktionsfähigkeit staatlicher Institutionen, betonte der Verteidigungsminister.<BR /><BR />„Hybride Kriegsführung ist das Virus, das uns in diesen Jahren bedroht. Sie ist unsichtbar, gefährlich, heimtückisch und schwer zu bekämpfen. Das Problem besteht darin, dass die Demokratien bisher nicht wirklich dagegen vorgegangen sind, sondern die Angriffe überwiegend hingenommen haben“, so Crosetto. <BR /><BR />Man habe sich darauf beschränkt, auf Angriffe zu reagieren. Das reiche jedoch nicht aus. Wenn man einem Gegner dauerhaft die Möglichkeit lasse, anzugreifen, ohne wirksam dagegen vorgehen zu können, werde dies früher oder später zu erheblichen Schäden führen.