Mittwoch, 01. Mai 2019

Bombenfund nicht in Verbindung mit Christchurch-Anschlägen

Nach dem Fund eines Sprengsatzes im neuseeländischen Christchurch hat die Polizei am Mittwoch einen Zusammenhang mit den Moschee-Anschlägen vom März ausgeschlossen. Bisher deute nichts auf eine Verbindung zwischen einem 33-jährigen Mann, der nach dem Fund des Sprengsatzes festgenommen wurde, und den Anschlägen vom März hin, teilte die Polizei mit.

Verbindung zu den Anschlägen gibt es keine. - Foto: APA (AFP)
Verbindung zu den Anschlägen gibt es keine. - Foto: APA (AFP)

Auf einem leeren Grundstück in der neuseeländischen Stadt waren am Dienstag „ein mutmaßlicher Sprengkörper” und Munition gefunden worden - ein Sprengstoffkommando des Militärs rückte an. Der festgenommene 33-Jährige erschien am Mittwoch vor Gericht. Ihm wird der Besitz von Sprengsätzen, Munition und Angriffswaffen zur Last gelegt. Die Polizei sucht nach eigenen Angaben keine weiteren Verdächtigen.

Der 33-Jährige bleibt örtlichen Medien zufolge vorerst bis 6. Mai in Untersuchungshaft. Nähere Details zu dem Fall wurden auf Anfrage der Polizei zunächst nicht bekanntgegeben.

Seit dem Anschlag von Christchurch mit zahlreichen Toten herrscht in Neuseelands drittgrößter Stadt erhöhte Wachsamkeit. Ein australischer Rechtsextremist wurde wegen 50-fachen Mordes angeklagt und sitzt in einem Hochsicherheitsgefängnis in Auckland.

Die großen Medienhäuser Neuseelands verständigten sich vor dem Prozess gegen den mutmaßlichen Attentäter unterdessen auf einen Kodex zur Berichterstattung. Die Sender und Zeitungen veröffentlichten am Mittwoch eine Selbstverpflichtung, wonach sie dem 28 Jahre alten Australier keine Plattform für die Verbreitung von rassistischen und terroristischen Gedanken bieten wollen.

Die Erklärung wird unter anderem vom Sender Radio New Zealand, verschiedenen Zeitungshäusern und dem Online-Portal Stuff getragen. Darin heißt es, man wolle „jede Berichterstattung über Äußerungen begrenzen, die Theorien zur weißen Überlegenheit oder terroristische Theorien aktiv fördern”. Dazu gehört auch, dass keine Bilder verbreitet oder ausgestrahlt werden, die den Angeklagten mit rassistischen Gesten oder Symbolen zeigen.

apa/dpa

stol