„Der einzige Ausweg aus dieser politischen Situation sind Neuwahlen. Italien ist zum Urnengang bereit. Die Regierungskoalition ist nicht mehr sicher, im Parlament ihre Gesetze durchbringen zu können, daher müssen wir wieder wählen“, meinte Bossi, der engste Verbündete des Premiers.Bossi warnte Berlusconi vor Versuchen, die Regierungskoalition auf die christdemokratische Oppositionspartei UDC auszudehnen. „Die UDC würde Berlusconi am liebsten tot sehen, der Premierminister sollte seine Feinde nicht ins Haus lassen“, betonte Bossi. Berlusconi bemüht sich zurzeit um eine Ausdehnung seiner dünnen Mehrheit auf die UDC und auf andere gemäßigte Parlamentarier aus der Rechtspartei FLI um seinen Widersacher Gianfranco Fini. Berlusconi: „Werde Urnengang wieder gewinnen“Berlusconi erwiderte, sein Kabinett sei trotz der schwachen Mehrheit im Kabinett regierungsfähig. „Ich habe das Vertrauen des Parlaments erhalten und werden weiter regieren“, versicherte der Premierminister. Sollte es allerdings doch zu vorgezogenen Parlamentswahlen kommen, würde er sie wieder gewinnen. Der Zentrumsblock um Fini habe „konfuse Ideen“ und sei zum Scheitern verurteilt.Rund 100 Parlamentarier haben sich der neuen Föderation von Zentrumsparteien angeschlossen, die Fini am Mittwoch in Rom aus der Taufe gehoben hat. Der Föderation traten neben Finis Rechtspartei FLI auch die Zentrumspartei „Alleanza per l'Italia“ (API) und die süditalienische Autonomiebewegung MPA („Movimento per l'Autonomia“) bei. Die Föderation will der Mitte-Rechts-Wählerschaft eine Alternative zu Berlusconis Partei „Popolo della libertá“ (PdL) bieten. apa