„Nach der Einführung des Föderalismus muss auch die Phase der Dezentralisierung beginnen. Es wird nicht einfach, weil alle gegen uns sein werden. Aber Norditalien kann nicht nur Steuern zahlen, dafür nichts zurückbekommen und kein Gewicht haben. Das Wirtschaftsministerium soll nach Mailand ziehen. Für das Industrieministerium wäre Turin geeignet, für das Tourismusressort denke ich an Venedig“, erklärte Bossi nach Medienangaben vom Dienstag.Bossi ist weiter fest überzeugt, dass ein norditalienischer Staat entstehen wird: „Es steht fest, dass Padanien entstehen wird. Wir können bestimmen, ob das auf friedliche oder gewalttätige Weise geschehen wird. Ich bevorzuge den friedlichen Weg, weil für die andere Lösung immer noch Zeit sein wird. Jetzt müssen wir versuchen, so viel wie möglich vom Parlament in Rom zu erhalten. Die Leute müssen begreifen, dass wir die Lage ändern müssen, um unseren Kindern ein besseres System als den römischen Zentralismus zu geben“, erklärte Bossi.Der Lega-Chef kritisierte auch die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika, da sie die Leute von den wahren Problemen des Landes ablenke. „Zum selben Zweck, für den die Römer das Kolosseum gebaut haben, versucht man heute mit Fußball die Menschen von den echten Problemen abzulenken. Die Leute müssen aber begreifen, dass man die jetzige Situation ändern muss“, meinte Bossi.apa