Freitag, 10. Dezember 2021

Bozen erhält einen Ableger des Falcone-Baums aus Palermo

Auch in Bozen wächst nun ein „Ficus der Gerechtigkeit“. Es handelt sich dabei um einen Ableger des Baumes, der in Palermo in Gedenken an den 1992 von der Mafia ermordeten Richter Giovanni Falcone in der Nähe seines Hauses gepflanzt worden war.

Bei der Übergabe: (von links) Landesrat Arnold Schuler, Bürgermeister Renzo Caramaschi, Landeshauptmann Arno Kompatscher mit der kleinen Pflanze, Symbol für den Kampf gegen Mafia und Umweltverbrechen.
Badge Local
Bei der Übergabe: (von links) Landesrat Arnold Schuler, Bürgermeister Renzo Caramaschi, Landeshauptmann Arno Kompatscher mit der kleinen Pflanze, Symbol für den Kampf gegen Mafia und Umweltverbrechen. - Foto: © Gemeinde Bozen
Am Freitag haben Landeshauptmann Arno Kompatscher, Landesrat Arnold Schuler und der Direktor der Landesabteilung Forst Günther Unterthiner dem Bürgermeister von Bozen, Renzo Caramaschi einen Ableger des von der Sondereinheit für Umwelt und Lebensmittel der Carabinieri gestifteten Falcone-Baumes überreicht. Die Carabinieri-Einheit Biodiversität hatte die Initiative „Ein Baum für die Zukunft“ ins Leben gerufen, in deren Zuge insgesamt 500.000 kleine Ableger des Baumes gezüchtet und an ebenso viele Schulen in ganz Italien sowie an die 21 Carabinieri-Sitze in den Regionen und autonomen Provinzen verteilt werden sollen.

Forstlandesrat Schuler hob die mehrfache Bedeutung dieser Initiative hervor: „Einerseits steht der Baum für den Kampf des Staates gegen die Mafia, andererseits aber durch sein Wachstum und die Bindung von Kohlendioxid auch für Nachhaltigkeit. Ich freue mich, dass ein Exemplar dieses Ficus nun auch in Bozen wachsen wird.“

Bürgermeister Caramaschi sicherte zu, einen geeigneten Platz für den Baum zu finden: „Dass die dem Land Südtirol übergebene Pflanze in Bozen wachsen wird, macht klar, wie klar unsere Stadt hinter dieser Initiative steht.“

Die Carabinieri wollen mit den „Waffen der Bildung den Kampf gegen Umweltverbrechen“ aufnehmen. Die Schulen einzubinden ist dabei eines der strategischen Ziele. Alle Bäume werden mittels Geolokalisierung digital erfasst, und ein Algorithmus berechnet in Echtzeit die entsprechende Menge an gespeichertem CO2. Insofern ist jede der Pflanzen Teil eines riesigen über das gesamte Staatgebiet verteilten „Waldes“, dessen Wachstum man über eine eigene App online mitverfolgen kann.

lpa/stol