Samstag, 21. April 2018

Bozen: Fascho-Band-Auftritt sorgt für heftige Kritik

Auf Schloss Runkelstein in Bozen soll am kommenden Samstag die rechtsextreme Gruppe „Compagnia dell'anello“ auftreten. Die Band wurde bereits in den 70er Jahren von Mitgliedern der Fronte della Gioventù, dem Jugendableger der postfaschistischen MSI, gegründet. Der Gruppe zufolge haben sie angefangen Lieder zu schreiben, weil „für die Faschisten niemand singen würde“.

Ein altes Bild der Fascho-Band. - Foto: Facebook
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Ein altes Bild der Fascho-Band. - Foto: Facebook

Die Antifa Meran kritisiert die Genehmigung für den Auftritt der Fascho-Band "Comgagnia dell'anello" in den Räumlichkeiten der Gemeinde Bozen auf Schloss Runkelstein heftig. „Das Vorgehen der Gemeinde Bozen ist inakzeptabel, die Genehmigung muss zurückgezogen werden.“  
"Die Aussage, niemand würde für die Faschisten singen, lässt keinen Zweifel an der politischen Gesinnung der Gruppe. Und das heißt: Sie hat nichts in Räumlichkeiten der Stadt Bozen zu suchen.", so die Antifa Meran.

Alles andere als ein harmloses Musik-Event

„Dieses Konzert stellt einen weiteren Versuch der Neofaschisten dar, durch ein auf den ersten Blick harmloses Musikfest rechtsextreme Propaganda zu betreiben. Es ist skandalös, dass die Gemeinde Bozen ihre Räumlichkeiten für dieses rechtsextreme Event zur Verfügung stellt“, so die Antifa.

Die Veranstalter des Konzertabends stehen offen zum Faschismus und die Mitglieder von CasaPound Bozen stammen teilweise aus organisierten neofaschistischen Strukturen. Auf dem Flyer für die Veranstaltung am Samstag den 28. April sind entsprechend auch Casaitalia und Rockaforte als Organisatoren genannt. Erstere war eine CasaPound-nahe Bücherei in Bozen, die zweite ist der Sitz vom Bozner Ableger von CasaPound.

stol

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