Freitag, 25. Juni 2021

Bozen: „Ötzi soll im Zentrum bleiben“

Gestern war der Tag, an dem der Bozner Bürgermeister Renzo Caramaschi seine Stadträte zusammenrief, um gemeinsam die Einschätzung des besten Standortes für das Ötzi-Museum abzugeben. Das Schreiben, das gestern dem Stadtrat vorgelegt wurde, ist das Ergebnis intensiver Beratungen, da die Positionen innerhalb der Parteien und des Stadtrates sehr unterschiedlich waren.

Für viele der Favorit in Sachen Ötzi-Standort: das Ex-INA-Gebäude. Trotzdem konnte in dem Schreiben an Landeshauptmann Arno Kompatscher kein eindeutiger Vorschlag der Gemeinde Bozen genannt werden.
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Für viele der Favorit in Sachen Ötzi-Standort: das Ex-INA-Gebäude. Trotzdem konnte in dem Schreiben an Landeshauptmann Arno Kompatscher kein eindeutiger Vorschlag der Gemeinde Bozen genannt werden. - Foto: © pir
Was gestern als Schreiben im Stadtrat genehmigt wurde, war schließlich ein Kompromiss dieser verschiedenen Ansichten, zu dem schließlich alle ja sagen konnten. Bürgermeister Caramaschi hatte im Vorfeld gesagt, er wünsche sich natürlich eine klare Positionierung und die Nennung eines Standortes.

Was schließlich herausgekommen ist, ist freilich nicht genau das, aber immerhin: „Die Stadt Bozen äußert in dem Schreiben klar den Wunsch, dass die Gletschermumie im Zentrum bleiben soll“, erklärte Vizebürgermeister Luis Walcher – wie es auch im Sinne der SVP und des Koalitionsprogramms ist.

Des Weiteren heißt es in dem Brief, die Sinloc-Studie sei eine gute Grundlage, auf deren Basis nun weitergedacht werden solle. Insgesamt wurden die verschiedenen Positionen im Schreiben erwähnt und auch das Sitzungsprotokoll des 9. Juni übermittelt, in dem erklärt wird, wo den einzelnen der Schuh drückt. „Es gibt ein gutes Bild der geteilten Meinungen wider“, sagte Stadtrat Stefano Fattor. Die Entscheidung des Standortes schließlich obliegt der Landesregierung, da sie urbanistisch und auch für die Finanzierung zuständig ist.

cri