Donnerstag, 31. März 2016

Bozen: Rechtsradikale am "Siegesplatz" - scharfe Kritik

Am Wochenende will die rechtsextreme italienische Partei "Forza Nuova" (FN) eine Kundgebung am sogenannten Siegesplatz in Bozen abhalten. Mit dabei: Ein Funktionär der rechtsradikalen deutschen NPD. Eine "Partei", die vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Kommt nach Bozen: Roberto Fiore
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Kommt nach Bozen: Roberto Fiore - Foto: © LaPresse

Eine fragwürdige Kundgebung soll am Samstag in Bozen über die Bühne gehen. Organisiert von der italienischen Rechtspartei "Forza Nuova" soll neben FN-Politiker Roberto Fiore mit Uwe Meenen bei der Kundgebung sogar ein hoher Funktionär der deutschen NPD eine Rede halten. Schon im Vorfeld wird scharfe Kritik laut. 

In einer Presseaussendung kritisiert auch der Südtiroler Heimatbund (SHB) die Kundgebung aufs schärfste. Der SHB findet es "mehr als traurig und bedenklich, dass im Bozen des 21. Jahrhunderts noch dunkelbraun-schwarze Weltanschauungen Platz haben und diese ohne Probleme in Form einer Demonstration von Forza Nuova (FN) und Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) nach außen transportierbar sind". 

"Dass in einem gegenwärtig mehr als labilen Europa durch einen rechtsextremen Aufmarsch gegen Flüchtlinge am Samstag in Bozen, bei dem neben den italienischen Neofaschisten auch ein führender NPD-Funktionär teilnehmen wird, Ängste geschürt werden, macht die Sache keineswegs duld- oder tolerierbar", so Obmann Roland Lang.

Der Heimatbund fordert eine Absage der fragwürdigen Veranstaltung. 

stol

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