Er würde dem muslimischen Schriftsteller nicht die Hand schütteln, hatte Caramaschi laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa erklärt.Bereits in Frankreich hatten sich zahlreiche Politiker und Kulturelle davor gescheut, den kontroversen Schweizer Intellektuellen Tariq Ramadan zu treffen.Am Dienstag hätte Ramadan auch in Bozner Friedenszentrum vorstellig werden und sein neustes Buch vorstellen sollen. Ebenfalls eingeplant war ein Treffen mit dem Bürgermeister Caramaschi. Dieser stellte sich jedoch quer: Man habe in zu vielen Sachen zu unterschiedliche Einstellungen, Ramadan sei für den PD-Politiker zu kontrovers.Unter anderem aus diesem Grund haben sich die Veranstalter des Friedenszentrums schließlich entschlossen, das Event rund um den islamischen Autor nach Gardolo in der Nähe von Trient zu verlegen.Man sei schockiert über die oberflächlichen und teilweise von Vorurteilen behafteten Anschuldigungen Caramaschis, zitiert Ansa die Veranstalter. Es handle sich hierbei immerhin um einen Dozenten der englischen Elite-Universität Oxford und anderer Unis, außerdem sei Ramadan Berater für mehrere Kommissionen im Europäischen Parlament.Ramadan steht für eine neuen Art des Islams ein, er hatte bereits mehrmals Terror-Anschläge verurteilt, allerdings auch den Humor von „Charlie Hebdo“ kritisiert. stol