Montag, 29. Juni 2015

Bozen verschärft Gesetz gegen Betteln

Mit einer Verordnung hat Bozens Bürgermeister Luigi Spagnolli den Bettlern in der Landeshauptstadt künftig deutlichere Schranken gesetzt.

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Archivbild - Foto: © APA/EPA

Nicht mehr nur vor Gastlokalen und Restaurants, sondern neuerdings auch drei Meter vor Geschäften ist künftig das Betteln ausdrücklich verboten.

Die alte Verordnung von 2014 sah vor, dass das Betteln innerhalb von mindestens fünf Metern vor öffentlichen Flächen, die an Private vergeben worden sind – das sind also alle öffentlichen Bozner Gastlokale, verboten ist. Außerdem wird das das Betteln innerhalb der Marktzonen nicht mehr erlaubt.

Der Bozner Vizebürgermeister Klaus Ladinser bestätigt die verschärfte Regelung: „Dies war Teil einer Vereinbarung“, sagt er.

Wer gegen die neue Ordnung verstößt, muss eine Strafe von 50 Euro bezahlen.

Vizebürgermeister Klaus Ladinser spricht sich grundsätzlich gegen jede aggressive Bettelei aus, wo also Bettler auf die Leute zugehen und die Hand aufhalten. Dabei soll aber nicht auf die soziale Notlage vergessen werden.

Bürgermeister Spagnolli rief in diesem Zusammenhang dazu auf, armen Menschen über karitative Organisationen und Vereinigungen Geld zukommen zu lassen. Wenn den Bettlern aber auf öffentlichen Plätzen in Bozen Geld gegeben werde, sei dies laut dem Bürgermeister der falsche Weg.

stol