Von der Lehrer-Initiativgruppe „Qualitätsmarke Bildung Südtirol“ bekommt er dafür volle Unterstützung und die Bereitschaft zur Mitarbeit. Allerdings machten die Vertreter der Gruppe beim heutigen Gespräch mit Achammer auch klar: Mit weniger als diesem Kraftakt wird man sich nicht zufrieden geben.<BR /><BR />„Wir brauchen keine Ruhe in der Schule, wir brauchen eine Task Force“, brachte Sprecherin Andrea Perger im Anschluss den Standpunkt der Lehrkräfte auf den Punkt. Die bisher umgesetzten Maßnahmen seien nicht mehr als „Pflasterlen“ und keinesfalls ausreichend für die immensen Herausforderungen in Südtirols Schulen. <BR /><BR />Was es laut den engagierten Lehrkräften braucht, ist eine regelrechte Bildungsoffensive – und für die müsse man Geld in die Hand nehmen.<BR /><BR />„Bei einem Rekordhaushalt von zehn Milliarden Euro dürfte das drin sein“, sagt Perger. Die im Übrigen auch das Argument der fehlenden Lehrkräfte und anderer Fachkräfte nicht mehr gelten lassen will: „Dann muss man Leute aktiv anwerben. In anderen Bereichen geht das auch.“<BR /><BR />In Einschätzung („massiv zugenommene Herausforderungen“) und Zielen („substantielle Veränderungen“) stimmt Landesrat Achammer prinzipiell mit der Initiativgruppe überein. <BR /><BR />Weswegen er mit einem „guten Gefühl“ aus dem heutigen Treffen gegangen ist, miteinander einen Weg zu finden. Weitere Protestmaßnahmen im kommenden Schuljahr dürften seiner Meinung nach vom Tisch sein. Auch wenn die „Erwartungshaltung bei den Lehrern höher liegt als das Machbare“. <BR /><BR />Deutliche Schritte werde man jedenfalls setzen versprach er, etwa mit weiteren personellen Aufstockungen u.a. bei Integrationslehrkräften und multidisziplinären Teams, zusätzlichen Sozialpsychologen und -pädagogen an den Schulen, dem Tagesheimkonzept, Timeout-Projekten und einigem mehr. <BR /><BR />Allerdings stellt Achammer auch klar, dass er sich hier eine – finanzielle – Unterstützung seitens der Wirtschaft erwarte: „Südtirols Wirtschaft braucht Arbeitskräfte aus dem Ausland. Allein in den kommenden Jahren werden zusätzliche 30.000 Arbeitskräfte gebraucht, die durch 'Südtirol-Heimkehrer' zu bekommen, ist utopisch. Aber mit den Problemen, die sich dadurch ergeben, steht Schule allein auf weiter Flur? Das kann es nicht sein.“ Und weil man das nicht alleine schultern könne, hofft Bildungslandesrat Philipp Achammer nun auf private Mittel aus der Wirtschaft. Entsprechende Vorbilder gibt es im Ausland bereits.