Treffpunkt der „Remigrazione e Riconquista“-Demonstration war der Siegesplatz. Dort waren zahlreiche italienische Fahnen zu sehen, daneben aber auch einige Südtiroler Fahnen und eine Deutschlandfahne. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1282740_image" /></div> Südtirol-Fahnen auf der rechtsaußen-Demo auf dem Siegesplatz<BR /><BR /><BR />Gegen 15 Uhr hatten sich zunächst rund 250 Personen auf dem größtenteils leeren Platz versammelt, darunter auch mehrere deutschsprachige Südtiroler, einige davon aus Brixen. Laut Beobachtern und Angaben der Quästur wuchs der Demonstrationszug bis 16 Uhr auf etwa 500 Teilnehmer an. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1282743_image" /></div> Der „Remigrazione e Riconquista“-Demonstrationszug in der Leonardo-da-Vinci-Straße<BR /><BR /><BR />Die Route führte über die Talferbrücke, am Stadtmuseum vorbei durch die Sparkassenstraße, an der Aufschnaiterschule entlang bis zum Universitätsplatz. Skandiert wurden dabei Parolen wie „Italia – Nazione – Rivoluzione“ und „Bolzano è nostra“. Anschließend kehrten die Demonstranten über Dominikanerplatz, Kolpingstraße und Rosministraße zum Siegesplatz zurück. Zwischenfälle wurden nicht gemeldet.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1282746_image" /></div> Demonstranten im Bahnhofspark<BR /><BR /><BR />Deutlich größer war der Andrang bei der Gegendemonstration, die um 15.30 Uhr im Berloffapark vor dem Bahnhof begann. Der Quästur zufolge beteiligten sich rund 3000 Menschen, die Veranstalter sprachen von 4000 bis 5000 Teilnehmern. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1282749_image" /></div> Politprominenz mit Banner<BR /><BR /><BR />Unter ihnen waren u.a. Landeshauptmann Arno Kompatscher, Harald Stauder (Landessekretär und Fraktionsvorsitzender der SVP im Landtag sowie Regionalrat), SVP-Senatorin Julia Unterberger, die Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler (Grüne), der Landtagsabgeordnete Sandro Repetto (PD), Gabi Morandell (Soziale Mitte der SVP), Generalvikar Eugen Runggaldier als Vertreter der Diözese, Ex-Senator Oskar Peterlini, und die Bozer Gemeinderäte Cornelia Brugger und Rudi Benedikter (Grüne) sowie Matthias Cologna (Team K).<BR /><BR /><BR />Mit verschiedensten Fahnen, antifaschistischen Bannern und Musik setzte sich der Demonstrationszug gegen 15.45 Uhr in Richtung Innenstadt in Bewegung. Dabei waren immer wieder Sprechchöre gegen Casapound und „Wir sind alle Antifaschisten“ zu hören.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1282752_image" /></div> Ein Banner von Hunderten<BR /><BR /><BR />Zu Beginn der von „Bozen Solidale“ organisierten Kundgebung, an der rund 50 Organisationen, Vereinigungen und Parteien teilnahmen, betonten Redner den Widerstand gegen rechtsextreme Positionen. „Casapound wollte aus Bozen eine Hauptstadt des Hasses machen und dachte es gebe keinen Widerstand, aber wir sind hier und stehen dagegen auf“, hieß es. „Bozen kniet sich nicht nieder.“ Der Casapound-Vorschlag sei „Rassismus in Gesetzesform“ und solle politische Säuberung salonfähig machen. „Doch die Geschichte darf sich nicht wiederholen. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen - mehr ist es nicht“, unterstrich der Redner, „wir Südtiroler wissen das gut.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1282755_image" /></div> Eine Anspielung auf das berühmte Partisanenlied „Bella ciao“<BR /><BR /><BR />Ein weiterer Redner begrüßte im Laufe der Demonstration, die von der Laurinstraße, dem Rathausplatz, die Piavestraße zur Rittner-Straße zog, um dann wieder zum Bahnhof zurückzukehren, die an der Gegendemo teilnehmenden Politiker, äußerte aber auch klare Kritik an den Regierenden. „Sie haben Parteien an die Macht gebracht, die Remigrations-Ideen unterstützen. Wann werden endlich Konsequenzen gezogen?“, hieß es zum Ende der Demonstration, die gegen 18 Uhr zum Bahnhof zurückkehrte und sich dann langsam auflöste.<BR /><BR />rb