Freitag, 27. November 2020

Brennerkorridor: Südtirol und Bayern wollen eng zusammenarbeiten

Green-Corridor: Mit Digitalisierung und Alternativ-Treibstoffen wollen Mobilitätslandesrat Alfreider und Bayerns Staatsministerin Schreyer die Zusammenarbeit beim Transit ausbauen.

Staatsministerin Kerstin Schreyer und LR Daniel Alfreider im Gespräch über Lösungen für die Transitproblematik
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Staatsministerin Kerstin Schreyer und LR Daniel Alfreider im Gespräch über Lösungen für die Transitproblematik - Foto: © Bayrisches Staatsministerium für Verkehr
Eine grenzüberschreitende Lösung für die Transitproblematik, die Förderung der emissionsfreien Mobilität und eine Digitalisierungsoffensive: Dies waren die zentralen Punkte einer kürzlich stattgefundenen Videokonferenz zwischen Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider und der Bayerischen Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr Kerstin Schreyer.

Gemeinsam für Steuerung und Verlagerung des Verkehrs

Die Gesprächspartner stimmten überein, dass die Belastungen durch den Transitverkehr nur durch ein koordiniertes Vorgehen verringert werden können. Alfreider betonte: „Unser Ziel ist die Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene und emissionsarme Technologien auf dem gesamten Korridor. Deswegen werden wir verstärkt eine europäische Lösung anstreben.“

Dies könne nur gelingen, wenn man den Korridor München-Verona als einheitliches Aktionsfeld betrachte. „Das ist leider nicht immer der Fall“, mahnte Alfreider. Die Strategie des „Digital Green Corridor“ beinhalte nicht nur Investitionen in alternative Treibstoffe, sondern auch in Digitalisierungsprozesse. „Maßnahmen zur intelligenten Steuerung des gesamten Verkehrs setzen eine digitale Vernetzung, Sammlung und Standardisierung der Daten zwischen Straße und Schiene voraus. Auch dies kann nur im Schulterschluss aller Akteure zwischen München und Verona gelingen“, sagte der Landesrat.

Neue Technologien nutzen


Staatsministerin Schreyer unterstrich ebenfalls, dass Investitionen in umweltfreundliche Technologien und weitere Anstrengungen zur Verlagerung auf die Schiene die zwei maßgeblichen Aktionsfelder für die Zukunft seien. „Bayern hat diesbezüglich ehrgeizige Ziele, zum Beispiel im Bereich des Wasserstoffs“, sagte Scheyer.

Man kam überein, einen gemeinsamen Austausch über den jeweiligen Entwicklungsstand bei der Wasserstoff-Strategie anzupeilen. Bayern sowie Südtirol bzw. die Europaregion Tirol - Südtirol - Trentino wollen bis 2030 die notwendige Infrastruktur entlang des Korridors realisiert haben, um der Transitwirtschaft den Umstieg auf emissionsfreie Lkws wesentlich zu erleichtern.

lpa