Mittwoch, 27. Januar 2021

Brexit-Folge: Kritik an Gebühren für ausländische Studenten

Britische Abgeordnete haben Gebühren für ausländische Studenten kritisiert, die an Universitäten in Großbritannien ein Studium beginnen. Solche Gebühren erst zahlen zu lassen und dann später zurückzuerstatten, sei ein „sinnloser Papierkrieg“, kritisierte die Abgeordnete der Liberaldemokraten, Daisy Cooper, gegenüber der britischen Zeitung „i“ (Mittwoch).

Britische Abgeordnete haben Gebühren für ausländische Studenten kritisiert.
Britische Abgeordnete haben Gebühren für ausländische Studenten kritisiert. - Foto: © shutterstock
Nach dem Brexit müssen Bewerber für ein Studentenvisum in Großbritannien mehrere hundert Pfund bezahlen, um das britische Gesundheitssystem in Anspruch nehmen zu können.

Den Vorschriften zufolge soll die Summe zwar später zurückerstattet werden können, wenn eine Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) nachgewiesen werden kann – allerdings erst ab Anfang 2022. Im ungünstigsten Fall müssten Studenten also bis zu ein Jahr auf ihr Geld warten.

Auch die National Union of Students forderte die Abschaffung der Gebühren. Die Regierung solle anerkennen, welchen Mehrwert ausländische Studenten an britischen Universitäten bedeuteten, sagte die Vize-Präsidentin des Verbands, Hillary Gyebi-Ababio, der Zeitung.

dpa