Die Statuten der Volkspartei halten klar fest, wo die Kraft der SVP liegt, aber es halte sich niemand daran, kritisiert der Ex-Politiker. <BR /><BR />Warum ist die SVP in diese Krise geschlittert? Heute ist es in der SVP Praxis so, dass, angefangen bei den Ortsauschüssen, fast nur Mandatare sitzen. Meistens weil die Bestehenden keinen anderen mehr hineinlassen oder die Verbände ihre Vertreter da hineinpushen. Das bedeutet, dass sich letztlich die Mandatare, sich selbst in den Gremien, die Befehle geben, was sie in ihrer politischen Tätigkeit zu tun haben. <BR /><BR />So kommt es dazu, dass das Wichtigste die Machterhaltung verschiedener Gruppen wird und die Probleme der Bürger, nicht mehr wichtig sind. Siehe die SVP heute. Kurz: Die Autonomie, die Volkstumspolitik, die Strom- und Energiepreise, die Armut, die Frage der zentralisierten Macht für Rom, die immer mehr praktizierten zweisprachigen Schulen, usw. ist kein Thema mehr. Die eigene Machterhaltung ist viel wichtiger als das Wohl des Bürgers! <BR /><BR /><embed id="dtext86-53841346_quote" /><BR /><BR />Und wem das nicht passt, der wird, auch öffentlich, niedergemacht. Auch altgediente und sehr verdiente „Parteisoldaten“ die sich ihr Leben lang für den Bürger und die Partei eingesetzt haben. Da ist man dann sogar froh ist, wenn man einem Altgedienten einen kleinen Fehler nachsagen kann. Der wird bei jeder Gelegenheit genüsslich ausgenützt. Dabei vergisst man gerne um die Verdienste dieser verdienten Kämpfer. Oder: „Diese Alten sollen sich heraushalten“. <BR /><BR />In der SVP hält sich niemand mehr an das Statut. Es werden fast keine Mitgliederversammlungen mehr abgehalten. Die Mitglieder werden nur mehr übers Internet zur Kasse gebeten. Der Kontakt zu den Bürgern existiert nicht mehr. Für den Bürger ist es fast unmöglich einen Termin zu bekommen. <BR /><BR />Die Kraft der SVP war immer der Kontakt zum Bürger. Der Sinn, der ganz klar in den Statuten festgehalten ist: die Bürger haben die Macht! Bei den Mitgliederversammlungen bekommt der Ortsausschuss die Wünsche der Bürger präsentiert und dieser hat die Pflicht diese Wünsche den gewählten Mandataren weiterzuleiten. Und wenn diese Wünsche nicht realisiert werden, dann wird es der Ortsausschuss bei der nächsten Versammlung zu hören bekommen. <BR /><BR />Also besinnt Euch endlich wieder Eurer Pflichten! Das sind die Wünsche der Bürger!<BR /><BR />ZUR PERSON<BR /><BR />Roland Atz, 1946 in Bozen geboren, war selbstständiger Kaufmann und wurde 1989 in den Bozner Gemeinderat und dort in den Stadtrat gewählt; er gilt als „Erfinder“ des Bozner Christkindlmarktes. 1993 schaffte Atz den Sprung in den Landtag, 1998 wurde sein Mandat bestätigt. 2003 trat er bei der Wahl nicht mehr an, 2008 kandidierte er ohne Erfolg für die Lega Nord.