Dienstag, 06. Dezember 2016

Briefwahl-Ergebnisse überraschen Hochrechner

Der gewählte Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat bei der Briefwahl überraschend stark abgeschnitten.

Gegen heute Mittag steht das Ergebnis der österreichischen Bundespräsidentenwahl fest. Alexander Van der Bellen ist der Sieg gewiss.
Gegen heute Mittag steht das Ergebnis der österreichischen Bundespräsidentenwahl fest. Alexander Van der Bellen ist der Sieg gewiss. - Foto: © APA/AFP

Angesichts der vorliegenden Resultate aus sechs Bundesländern erwarten die Hochrechner, dass er letztlich nicht nur über 53, sondern nah an 54 Prozent landet. Ob dies zutrifft, wird man erst Dienstag zu Mittag wissen, wenn der Innenminister das Gesamtergebnis präsentiert.

Dies hatte er zwar schon für Montagabend geplant – aber die Bezirkswahlbehörde von Innsbruck-Land wurde (als einzige der insgesamt 113) mit der Auszählung der Briefwahl nicht fertig. Sie war eine der 14 Wahlbehörden, der der Verfassungsgerichtshof Rechtswidrigkeiten bei der Briefwahlauszählung im Mai vorgeworfen hat. Beanstandet wurde, dass die Wahlkarten schon am Sonntag geöffnet und ihre Auszählung an Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaft delegiert worden war.

Drei Viertel für VdB

Bis auf Tirol hatten alle Bundesländer am Montag ihre Ergebnisse inklusive Briefwahl an das Innenministerium geliefert. Vom Verhalten der Briefwähler waren die Hochrechner überrascht: Denn sie stimmten in teils weit größerem Ausmaß als im Mai für Van der Bellen.

Nicht nur wie damals 61,7 Prozent, sondern zwei Drittel bis teilweise drei Viertel der Briefwähler kreuzten den künftigen Bundespräsidenten an. Er legte damit im Vergleich zur aufgehobenen Mai-Wahl bei den Briefwählern noch stärker zu als bei den Urnenwählern.

In den Briefwahlprognosen vom Sonntag gingen sowohl die ARGE Wahlen als auch SORA davon aus, dass sich Van der Bellen mit der Briefwahlauszählung von den am Sonntag ausgewiesenen 51,9 auf 53,3 Prozent verbessern wird, tatsächlich dürfte er an den 54 Prozent kratzen.

apa

stol