Die Lösungsvorschläge für das leidige Thema der Hundehäufchen stehen unter keinem guten Stern. Erst wollte Arnold Schuler, damals Landesrat für Land- und Forstwirtschaft, der unappetitlichen Materie auf Südtirols Gehwegen mit einer DNA-Datenbank Herr werden, doch dann musste das Projekt beerdigt werden. Südtirols Hundehalter machten schlicht nicht mit.<BR /><BR />Der neue Anlauf von Landesrat Luis Walcher sieht nun, wie berichtet, eine Hundesteuer vor, von der all diejenigen jedoch befreit sein sollen, die die DNA ihres Vierbeiners erfassen lassen oder bereits erfassen ließen. Und das für ein Hundeleben lang.<BR /><BR /><BR /><BR />So, sagt Dominik Oberstaller, habe das Ganze doch keine Logik mehr: „Da macht sich doch jeder Hundehalter die Rechnung: Wer wird denn jedes Jahr 100 Euro Steuer zahlen, wenn er sich mit 70 Euro für die DNA-Probe befreien kann?“ Die Gemeinden hätten aber dennoch die gesamte Bürokratie am Hals und dafür aber keine Steuereinnahmen. Entsprechend fiel das Gutachten des Rates der Gemeinden gestern negativ aus. „Für den Fall, dass sie dennoch kommt, schicken wir aber auch ein paar Vorschläge für technische Anpassungen mit“, sagt Oberstaller.<BR /><BR /><BR /><b>„Ja, aber“ zu Aufbesserung der Bürgermeisterbezüge</b><BR /><BR /><BR />Ein deutliches „Ja, aber“ kommt vom Rat der Gemeinden in Sachen Bürgermeisterbezüge. Wie berichtet, liegt dazu ein Gesetzentwurf von Regionalassessor Franz Locher vor, der Anhebungen – gestaffelt nach der Einwohnerzahl der Gemeinde – von 20 bis 2,25 Prozent vorsieht. „Es ist positiv, dass es Anpassungen geben wird. Aber noch sind sie in keinster Weise ausreichend“, fasst Gemeindenverbandschef Dominik Oberstaller die Stimmung der Bürgermeister zusammen. Man gebe zwar eine positive Stellungnahme zum Locher-Vorschlag ab, „aber wir werden die Verhandlungen sofort wieder aufnehmen“, so Oberstaller, der von einem „ersten Schritt auf einem noch langen Weg“ spricht.