Donnerstag, 02. Dezember 2021

Bundeskanzler Schallenberg stellt sein Amt zur Verfügung

Nach dem Rückzug von ÖVP-Chef Sebastian Kurz aus der Politik teilte nun auch Alexander Schallenberg mit, das Amt des Bundeskanzlers zur Verfügung zu stellen - „sobald parteiintern die entsprechenden Weichenstellungen vorgenommen sind“.

Alexander Schallenberg: Rücktritt, „sobald parteiintern die entsprechenden Weichenstellungen vorgenommen sind“.
Alexander Schallenberg: Rücktritt, „sobald parteiintern die entsprechenden Weichenstellungen vorgenommen sind“. - Foto: © ANSA / JOHANNA GERON / POOL
„Es ist nicht meine Absicht und war nie mein Ziel, die Funktion des Bundesparteiobmanns der Neuen Volkspartei zu übernehmen. Ich bin der festen Ansicht, dass beide Ämter - Regierungschef und Bundesparteiobmann der stimmenstärksten Partei Österreichs - rasch wieder in einer Hand vereint sein sollten“, erklärte Schallenberg seinen Rücktrittsankündigung in einer schriftlichen Stellungnahme.

Er habe sich „in einer sehr herausfordernden Phase für die Bundesregierung und die Neue Volkspartei bereit erklärt“, das Amt des Kanzlers zu übernehmen.


Der frühere Außenminister war erst am 11. Oktober von Bundespräsident Alexander Van der Bellen als Kanzler angelobt worden - nachdem Kurz im Zusammenhang mit Korruptionsermittlungen gegen ihn und sein Umfeld als Regierungschef zurückgetreten war.

Ob er wieder ins Außenministerium zurückkehren möchte, teilte Schallenberg in der schriftlichen Stellungnahme nicht mit. Aber er zollte Kurz für die Entscheidung, auch alle anderen politischen Posten (Klubobmann, Parteiobmann) abzugeben, „großen Respekt“.

SVP-Obmann Philipp Achammer sagte im STOL-Interview, dass er vom Rücktritt vom Sebastian Kurz nicht überrascht sei.

apa