<BR />„Die Landesregierung tut nichts – viel zu lange schon: Vor einem Jahr hat sie unseren Beschlussantrag abgelehnt, aber bis heute keinen Vorschlag gemacht, wie sie das Problem stattdessen lösen will“, sagt die Grüne Landtagsabgeordnete Madeleine Rohrer. Und so würden die Camper, die auf den Parkplätzen der Anwohner oder in der Natur herumstehen, immer mehr. <BR /><BR /> Bereits im Landestourismusentwicklungskonzept 2030+ sei eine landesweite Regelung für Campingplätze vorgesehen. „Ein entsprechender Landesplan liegt jedoch bis heute nicht vor. Er wäre aber notwendig, um den tatsächlichen Bedarf zu erheben, geeignete Standorte zu identifizieren, Konfliktzonen zu entschärfen und den Gemeinden eine klare strategische Orientierung zu geben“, kritisiert Rohrer. Höchste Zeit also, findet sie, etwas zu tun. <BR /><BR />Rechtlich sei zwischen Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen zu unterscheiden: Letztere seien laut Gastgewerbeordnung öffentliche, von Gemeinden ausgewiesene Flächen für maximal 20 Fahrzeuge und eine Aufenthaltsdauer von höchstens 72 Stunden. „Trotz dieser Regelung werden Wohnmobilstellplätze bislang kaum sichtbar kommuniziert, auf den offiziellen Plattformen der IDM fehlen sie gänzlich“, kritisiert Rohrer.<BR /><BR /> Camper hingegen seien laut Straßenverkehrsordnung grundsätzlich wie Pkw zu behandeln und dürften entsprechend parken, das Campieren auf Parkplätzen (z. B. mit Markisen oder Campingmöbeln) sei jedoch nicht erlaubt.<BR /><BR />„In ganz Europa haben sich Wohnmobilstellplätze als Lösung bewährt. Warum soll das bei uns nicht funktionieren? Wir fordern daher ein weiteres Mal, dass Land und Gemeinden jene Flächen erheben, wo solche Stellplätze möglich und notwendig sind. Nur so werden wir den Campertourismus in geordnete Bahnen lenken können“, betont die Grüne. <BR /><BR />Mit ihrer Tagesordnung würde die Landesregierung aufgefordert, die IDM zu beauftragen, neben den Campingplätzen auch die Wohnmobilstellplätze systematisch zu erfassen, zu veröffentlichen und gezielt zu bewerben sowie zweitens zu prüfen, welche Flächen im Eigentum des Landes und der Gemeinden für zusätzliche Wohnmobilstellplätze geeignet sind und ob diese über Ausschreibungen interessierten Betreibern zur Verfügung gestellt werden können. Die Tagesordnung wird heute im Landtag behandelt.