Dienstag, 04. August 2020

Caramaschi: „Rückblick auf eine intensive Amtszeit“

Auf einer Pressekonferenz am Dienstag blickten Bürgermeister Caramaschi und Vizebürgermeister Walcher auf „eine intensive Amtszeit“ zurück. Außerdem stellten sie die wichtigsten Ergebnisse und Entscheidungen der ablaufenden Amtszeit vor.

Bozens Vizebürgermeister Luis Walcher und Bürgermeister Renzo Carmaschi blickten auf die vergangene Amtszeit zurück.
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Bozens Vizebürgermeister Luis Walcher und Bürgermeister Renzo Carmaschi blickten auf die vergangene Amtszeit zurück. - Foto: © Stadt Bozen
„Wir haben den Haushalt in Ordnung gebracht, die Schulden zurückgezahlt und nach jahrelangem Stillstand eine Vielzahl von Bauvorhaben umgesetzt. Wir haben mit Einsatz und Begeisterung dafür gearbeitet, Bozen als Landeshauptstadt weiterzuentwickeln, und die Landesregierung hat uns dabei nach Kräften unterstützt. Auch von der Regierungskoalition, von den Stadträtinnen und Stadträten kamen wichtige Impulse, die dazu beitrugen, dass in unserer Stadt in den letzten Jahren vieles voranging. Und das ist es, was ich mir auch für die Zukunft wünsche: eine starke wirtschaftliche Entwicklung, gute Beschäftigungszahlen und Solidarität mit den Schwächeren.“

Mit diesen Worten beendete Bürgermeister Renzo Caramaschi seine Rückschau auf die ablaufende Amtszeit 2016-2020. Gemeinsam mit Vizebürgermeister Luis Walcher stellte Caramschi am Dienstag die wichtigsten Vorhaben vor, die die Stadtregierung in den letzten vier Jahren umgesetzt hat.

Und die Liste kann sich wahrlich sehen lassen. Gerade in den Bereichen Stadtraumentwicklung und Umweltschutz, Infrastruktur und Mobilität, Servicequalität und Haushaltseffizienz sowie soziale Teilhabe und Sicherheit habe sich viel getan, betonten Caramaschi und Walcher, der als Stadtrat für Urbanistik und öffentliche Arbeiten in den letzten Jahren auch für das öffentliche und private Bauwesen zuständig war.

So beliefen sich die Investitionsausgaben in den letzten 4 Jahren auf insgesamt 308.536.807 Euro. 3355 Beschlüsse und über 4000 Promemoria wurden von der Stadtregierung verabschiedet. Dazu kamen 404 Gemeinderatsbeschlüsse. 89 Mal traf sich Bürgermeister Caramaschi mit Landeshauptmann Kompatscher. Außerdem nahm er an 56 Sitzungen im Regierungskommissariat und an 152 Sitzungen des Gemeindenverbandes teil.

„Wir haben hart gearbeitet,“ betonten der Bürgermeister und der Vizebürgermeister einmütig, „und haben dadurch viel erreicht. In den letzten Jahren wurde die städtebauliche Umstrukturierung des ehemaligen Busbahnhofsgeländes auf den Weg gebracht. Zudem haben wir die Gemeindesozialwohnungen im Köstenweg und in der Parmastraße mit EU-Geldern energetisch saniert und renoviert (Projekt Sinfonia), das Drususstadion erneuert und erweitert und das Fernwärmenetz (Investition durch Alperia: 44 Mio.) sowie das Stromnetz (Edyna: 14 Mio.) ausgebaut. Wir haben aber auch neue Schrebergärten angelegt (deren Zahl ist von 131 im Jahr 2016 auf 260 im Jahr 2020 angestiegen; Gesamtfläche: 15.190 m2) und die Sanierung der ehemaligen Mülldeponie am Kaiserberg in die Wege geleitet (diese wird zu 80 Prozent vom Land finanziert; Gesamtkosten: 7.972.203 Euro).“

Projekte in Infrastruktur und Mobilität

Auch bei der Infrastruktur und der Mobilität hat sich viel getan: So etwa wurde eine Grundsatzvereinbarung mit dem Land für den Bau der strategischen Mobilitätsinfrastruktur und eine Programmvereinbarung für die Neugestaltung des Mobilitätskonzepts in der Industriezone und im Bereich der Romstraße unterzeichnet. Außerdem wurde ein neues Verkehrskonzept für die Einsteinstraße und St. Jakob auf den Weg gebracht. Am Bahnhof Bozen-Süd wurde ein neuer Fernbusbahnhof für den nationalen und internationalen Busfernverkehr gebaut.

Für den Bau der Tiefgarage am Siegesplatz ist eine öffentlich-private Partnerschaft angedacht, für die ebenfalls bereits erste Weichen gestellt wurden. Die Freiheitsstraße erhält derzeit einen neuen Radweg, und die Galileistraße wurde vierspurig ausgebaut.

Positive Haushaltszahlen

Bei den Dienstleistungen und den Haushaltszahlen gab es ebenfalls Positives zu vermelden. Bozens konsolidierter Haushalt weist derzeit einen Überschuss von 1.189.738.726 und ein Nettovermögen von 728.332.969 Euro auf. Das Land stieg als Miteigner in den Verkehrsbetrieb SASA ein, der in eine In-House-Gesellschaft umgewandelt wurde. Außerdem wurde die Softwareausstattung der Stadtpolizei über die Jahre immer weiter verbessert.

In diesem Zusammenhang verwies der Bürgermeister darauf, dass weitere 73 Videokameras zum Schutz des öffentlichen Raums installiert wurden. An den Zufahrten zu den verkehrsberuhigten Zonen wurden 21 Kameras angebracht. Weitere 36 Kameras wurden an neuralgischen Verkehrsknotenpunkten installiert, 7 weitere in Schulnähe (gesamt: 137).

Darüber hinaus erwähnte Caramaschi die Restaurierung der unter Ensembleschutz stehenden kapitolinischen Wölfin und des Markuslöwen an der Talferbrücke sowie die historische Aufbereitung der Passage der Erinnerung, die an der Mauer des ehemaligen NS-Lagers in der Reschenstraße entlangführt, und die Installation einer Gedenktafel zu Ehren der Opfer des NS-Durchgangslagers.

Ausbau der Schule

Vizebürgermeister Walcher betonte, dass in dieser Amtszeit besonders viele Schulen saniert, erweitert und modernisiert wurden, dass öffentliche Plätze neu gestaltet und am Reitplatz, am Schlachthof und am Friedhof verschiedene Bauarbeiten durchgeführt wurden. Außerdem wurde ein Winternotfallzentrum eingerichtet, der Bau der neuen Trinkwasserleitung für Kohlern auf den Weg gebracht sowie die Straßen- und Brückeninfrastruktur modernisiert.

„Wir haben das Radwegenetz erneuert und ausgebaut, eine Vielzahl von Straßen saniert und entlang der Drususstraße eine separate Busspur eingerichtet. Darüber hinaus haben wir mit der Landesregierung die großen Infrastrukturvorhaben skizziert, etwa den Bau des Hörtenbergtunnels und das neue Mobilitätskonzept in der Einsteinstraße und in der Industriezone.“

stol