<BR />Merz erreichte damit sein bisher zweitbestes Ergebnis als Parteivorsitzender. 2022 war er bei einem Online-Parteitag mit 94,6 Prozent der Stimmen gewählt und später mit 95,3 Prozent per Briefwahl bestätigt worden. 2024 kam er auf 89,8 Prozent. Auf dem CSU-Parteitag hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder 83,6 Prozent der Stimmen eingefahren. Im Sommer 2025 hatte der SPD-Parteitag Bärbel Bas mit 95 Prozent zur Co-Vorsitzenden gewählt. SPD-Co-Chef Lars Klingbeil erhielt knapp 65 Prozent.<BR /><BR />Merz hatte die CDU zuvor in seiner weit mehr als einstündigen Rede zur Geschlossenheit aufgerufen - und gleichzeitig von Union und SPD eine konstruktivere Regierungsarbeit gefordert. „Wir müssen heraus aus dem Zustand, dass ein Koalitionspartner Vorschläge macht, die der andere ritualhaft zurückweist. Beide müssen da heraus“, sagte er.<h3> „Nein“ zur Aufweichen der Abgrenzung zur AfD</h3>Der deutsche Kanzler nahm aber auch die Kritik an, er habe die Latte für die schwarz-rote Koalition zu hoch gelegt. „Vielleicht haben wir nach dem Regierungswechsel nicht schnell genug deutlich gemacht, dass wir diese gewaltige Reformanstrengung nicht von heute auf morgen schaffen werden.“<BR /><BR />Einem Aufweichen der Abgrenzung zur AfD erteilte Merz eine kategorische Absage. Er wolle den Wählerinnen und Wählern in ganz Deutschland sagen: „Ich habe mich abschließend entschieden, die Zustimmung zu unserer Politik ausschließlich in der politischen Mitte unseres Landes zu suchen.“ Gerade die Christdemokraten müssten alles tun, dass das Erbe der Geschichte des Landes nicht verspielt werde nur um eines kurzfristigen Machterfolges mit rechtspopulistischen Kräften willen. Man werde es nicht zulassen, „dass diese Leute von der sogenannten “Alternative für Deutschland„ unser Land ruinieren.“<BR /><BR />Die CDU müsse auch bei den Landtagswahlen im Osten den Kampf aufnehmen, „um zu verhindern, dass in Deutschland der Rechtsradikalismus wieder in die Staatskanzleien einzieht.“ In Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt wird im September gewählt. Auf die Problematik, dass die Parteien der Mitte - CDU, SPD, Grüne und FDP - in beiden Ländern nach den aktuellen Umfragen keine Mehrheit ohne AfD oder Linke haben, ging Merz nicht ein. Mit beiden Parteien hat die CDU eine Zusammenarbeit per Parteitagsbeschluss ausgeschlossen.