<b>von MIcaela Taroni</b><BR /><BR />Im Interview mit dem Starmoderator Fabio Fazio im Rahmen der vom Kanal „Nove“ ausgestrahlten Sendung „Che tempo che fa“ ließ sie am Sonntagabend die schwierigsten Momente ihrer Inhaftierung Revue passieren. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1120068_image" /></div> <BR /><BR />Endlose Verhöre mit Kapuze über dem Kopf und dem Gesicht zur Wand gerichtet, Haft in einer Einzelzelle, in dem rund um die Uhr Neon-Licht brannte und Schreie von Insassinnen zu hören waren, die sich umbringen wollten.<BR /><BR />Nach Teheran war die 29-jährige Mitarbeiterin der Tageszeitung „Il Foglio“ mit einem Journalistenvisum eingereist, um eine Reportage zu schreiben. Sie sei festgenommen worden, als sie in ihrem Hotelzimmer arbeitete. <BR /><BR />„Im Auto hatte ich eine Kapuze über dem Kopf. Ich erkannte am Verkehrslärm und an der Straße, auf der wir fuhren, dass ich ins Gefängnis gebracht wurde. Erst am nächsten Tag durfte ich mit der italienischen Botschaft telefonieren“, berichtete Sala sichtbar bewegt. <BR /><BR />„Die Einzelhaft war der dramatischste Moment, mit herzzerreißenden Geräuschen aus den anderen Zellen. In einer Nachbarzelle gab es ein Mädchen, das versuchte, ihren Kopf so fest wie möglich gegen die Wand zu schlagen“, erzählte Sala. <h3> „Bei einem Verhör brach ich zusammen...“</h3>Cecilia waren die Brillen weggenommen worden und sie hatte nichts zum Lesen. „Die Zeit verbrachte ich, indem ich die Zutaten auf der Brotpackung las und das Einmaleins aufsagte“, berichtete Sala.<BR /><BR />„In den ersten 15 Tagen der Haft wurde ich jeden Tag verhört. Am Tag vor meiner Entlassung wurde ich zehn Stunden lang befragt, immer mit vermummtem Gesicht. Bei einem der Verhöre brach ich zusammen und mir wurde eine Tablette gegeben, die mich beruhigen sollte. Ich wurde immer von derselben Person verhört, die perfektes Englisch sprach. An dem, was er sagte, konnte ich erkennen, dass er Italien sehr gut kannte“, sagte die Journalistin. <BR /><BR />Sala vergisst die Menschen nicht, die im Evin-Gefängnis zurückgeblieben sind, „die nicht das Glück haben, ein Land hinter sich zu haben, das sie schützt und sich um sie kümmert.“<h3> Sie war überrascht, dass sie so schnell frei kam...</h3>„Um zu überleben, dachte ich an die schönen Dinge in meinem Leben und daran, dass ich sie früher oder später zurückbekommen würde“, betonte die Journalistin. Sie sei überrascht gewesen, dass sie so schnell frei kommen konnte. Andere Ausländer seien auch mehrere Jahre in Teheran in Haft geblieben. Während des Interviews wurde auch die angebliche Verwicklung von Tech-Milliardär Elon Musk bei der Freilassung Salas angesprochen. <BR /><BR />„Mein Lebenspartner Daniele Raineri hat die Kontaktperson Musks in Italien, Andrea Stroppa, angerufen und ihn gefragt, ob er die Nachricht meiner Entführung an Musk weiterleiten könne, der einige Monate zuvor den iranischen Botschafter bei den Vereinten Nationen getroffen hatte - ein historisches Ereignis nach der Krise von 1979. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1120071_image" /></div> <BR /><BR />Daniele fragte Stroppa, ob er Musk die Nachricht überbringen könne, und die einzige Antwort, die er erhielt, war, dass Musk informiert worden sei“, erklärte Sala. <BR /><BR />Wie es jetzt für sie weitergehen wird, ist für die gebürtige Römerin klar. Sie werde weiterhin als Journalistin arbeiten, sie werde aber nicht mehr in den Iran zurückkehren. Zumindest nicht, solange es die Islamische Republik dort gibt, versicherte die Journalistin.