Schwedens Außenminister Carl Bildt bezeichnete den „Comandante“ in einer Twitter-Mitteilung am Mittwoch als „charismatischen und starken Führer“. Ähnlich äußerten sich Russlands Präsident Wladimir Putin. Für Frankreichs Staatschef Francois Hollande war der 58-Jährige ein streitbarer Kämpfer für Gerechtigkeit.Bildt ließ jedoch auch wissen, dass Chavez' Politik Venezuela „mit ernsten wirtschaftlichen Konsequenzen ins Abseits“ führte. In einer weiteren Mitteilung des Ministers hieß es: „Venezuela muss in der gerade begonnenen Post-Chávez-Ära klare und glaubwürdige demokratische Regeln bekommen.“Putin: Ein „herausragender Anführer“In einem Kondolenzschreiben würdigte Putin seinen Amtskollegen Chavez als „herausragenden Anführer“. „Er war ein außerordentlicher und starker Mensch, der in die Zukunft blickte und sich selbst stets die höchsten Maßstäbe auferlegte“, schrieb Putin an Vizepräsident und nunmehrigen Interimspräsidenten Nicolas Maduro. Der russische Staatschef lobte zudem Chavez' persönlichen Einsatz für die bilateralen Beziehungen. Moskau und Caracas sind enge Partner. Venezuela ist einer der wichtigsten Käufer russischer Waffen.Hollande würdigt Chávez als Kämpfer für GerechtigkeitHollande erklärte, dass Chavez als jemand in die Geschichte eingehen werde, der sein Land tief geprägt habe. „Der verstorbene Präsident stand für sein Temperament und für Orientierungen, die nicht von jedem geteilt wurden, aber darüber hinaus für einen nicht zu leugnenden Willen, für Gerechtigkeit und Entwicklung zu kämpfen“, hieß es in einer Mitteilung. Darüber hinaus zeigte sich der Sozialdemokrat überzeugt, dass es Venezuela gelingen werde, die nun folgende schwere Zeit demokratisch und spannungsfrei zu meistern.Britischer Außenminister: Chávez hinterlässt bleibendes ErbeAuch der britische Außenminister William Hague sprach der Familie Chavez' und den trauernden Menschen in Venezuela sein Beileid aus. „In 14 Jahren als Präsident von Venezuela hat er eine bleibendes Erbe in seinem Land und darüber hinaus hinterlassen“, erklärte er.Irlands Präsident Michael Higgins betonte, seine Gedanken seien bei den Menschen in Venezuela. Chavez habe in seiner Amtszeit sehr viel erreicht, vor allem für die Entwicklung seines Landes und die Armutsbekämpfung, sagte Higgins.Westerwelle: „Tiefer Einschnitt“ für VenezuelaDeutschlands Außenminister Guido Westerwelle bezeichnete den Tod Chavez' als „tiefen Einschnitt“ für das südamerikanische Land. „Wir empfinden Anteilnahme mit dem Schmerz der Familie des Verstorbenen und der Trauer des venezolanischen Volkes“, erklärte Westerwelle. Er „setze darauf, dass Venezuela nach Tagen der Trauer den Aufbruch in eine neue Zeit schafft“. Das Land habe „ein großes Potenzial, und Demokratie und Freiheit sind der richtige Weg, um dieses Potenzial zu verwirklichen“.Der krebskranke Chavez war am Dienstag im Alter von 58 Jahren in Caracas gestorben. Die venezolanische Regierung setzte für Freitag ein Staatsbegräbnis an. Binnen 30 Tagen soll die Neuwahl des Präsidenten erfolgen. Chavez hatte seinen Stellvertreter Nicolas Maduro als seinen Wunschnachfolger proklamiert.apa/dpa/afp