Freitag, 25. Oktober 2019

China bezichtigte Pence der Lüge

China hat Vorwürfe von US-Vizepräsident Mike Pence im Zusammenhang mit den Protesten in Hongkong zurückgewiesen.

US-Vizepräsident Mike Pence fuhr schwere Geschütze auf.
US-Vizepräsident Mike Pence fuhr schwere Geschütze auf. - Foto: © APA (AFP) / NICHOLAS KAMM

Die Regierung in Peking sei schwer empört, sagte Außenamtssprecherin Hua Chunying am Freitag. Die Rede sei voller Lügen und Vorurteile gewesen. Die USA sollten sich auf eigene Probleme konzentrieren, etwa die Waffengewalt im Land. Die Entwicklung Chinas sei für niemanden eine Bedrohung.

Pence hatte sich am Donnerstag in einer Rede hinter die Demonstranten in Hongkong gestellt, die seit Monaten teils mit Gewalt fordern, dass China seinen Einfluss auf die Sonderverwaltungszone zurückschraubt. Pence sagte, China habe in den vergangenen Jahren zunehmend in die Belange Hongkongs eingegriffen und sei an Maßnahmen beteiligt, die die Rechte und Freiheiten der dortigen Bürger einschränkten. „Wir stehen zu euch“, sagte Pence an die Demonstranten gerichtet. „Wir rufen euch auf, den Weg gewaltfreier Proteste weiter zu gehen.“

Als Überwachungsstaat konstruiert

Der US-Vizepräsident hatte zudem erklärt, China sei als Überwachungsstaat konstruiert, dessen militärisches Vorgehen „zunehmend provokativ“ sei. Auch das Vorgehen Chinas gegen muslimische Uiguren in der Provinz Xinjiang kritisierte er.

Zudem nahm Pence den US-Basketballverband NBA und den Sportausrüster Nike ins Visier. Diese hätten sich auf die Seite Chinas gestellt, anstatt den Manager der Houston Rockets zu unterstützen, nachdem dieser in einem Tweet die Demonstranten in Hongkong unterstützt habe.

apa