Bei einem groß angelegten Militäreinsatz hatten die USA in der Nacht auf Samstag Ziele in Venezuela angegriffen sowie Maduro und dessen Frau gefangen genommen. Beide wurden dann nach New York gebracht. Der linksgerichtete Staatschef soll dort nach US-Angaben wegen „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ vor Gericht gestellt werden.<BR /><BR /><b>Scharfe Kritik auch aus Mexiko</b><BR /><BR />Die linksgerichtete Regierung in Mexiko verurteilte den US-Militäreinsatz in Venezuela scharf. „Wir verurteilen diese Intervention in Venezuela“, erklärte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum am Samstag. Das mexikanische Außenministerium betonte, jede Form militärischer Aktion „gefährdet ernsthaft die regionale Stabilität“. Mexiko verurteile „die einseitigen militärischen Aktionen“ der US-Streitkräfte gegen Ziele auf dem Territorium Venezuelas scharf und weise sie zurück.<BR /><BR />Sheinbaum hatte zuvor angeboten, bei der Suche nach einer friedlichen Lösung im Konflikt zwischen den USA und Venezuela zu vermitteln. Nun bekräftigte sie, dass ihre Regierung „eine sehr gute Beziehung“ zu Washington habe. Die mexikanische Präsidentin hatte im Zollstreit mit US-Präsident Donald Trump Verhandlungsgeschick bewiesen.<BR /><BR /><b>„Ernsthafte Verletzung der Souveränität“</b><BR /><BR />Auch der linksgerichtete brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hatte zuvor am Samstag den US-Militäreinsatz und die Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Maduro als „ernsthafte Verletzung der Souveränität Venezuelas“ angeprangert. „Die Bombenangriffe auf venezolanischem Staatsgebiet und die Gefangennahme seines Präsidenten überschreiten die Grenzen des Akzeptablen“ und bedrohten „den Erhalt der Region als Friedensgebiet“, erklärte Lula im Onlinedienst X.<BR /><BR />Lula forderte die internationale Gemeinschaft auf, über die Vereinten Nationen „energisch“ auf die Angriffe zu antworten. Die US-Bombardements „erinnern an die schlimmsten Momente der Einmischung in die Politik Lateinamerikas und der Karibik“, kritisierte der brasilianische Staatschef.<BR /><BR /><b>Sheinbaum und Lula hatten sich als Vermittler angeboten<BR /></b><BR />Lula war während seiner ersten Amtszeit von 2003 bis 2010 ein wichtiger Verbündeter des damaligen venezolanischen Staatschefs Hugo Chávez (1999-2013), dem Mentor Maduros. Die Beziehung Lulas zu Maduro, der nach dem Tod von Chávez 2013 Präsident wurde, verschlechterte sich in den vergangenen Jahren aufgrund der international umstrittenen Wahlen in Venezuela. Die Wiederwahl Maduros 2024 erkannte Lula nicht an. Wie Sheinbaum hatte sich Lula als Vermittler im Dialog zwischen Trump und Maduro angeboten, um „einen bewaffneten Konflikt in Lateinamerika zu verhindern“.<BR /><BR />Nach den Worten von US-Präsident Donald Trump wollen die USA die Führung des südamerikanischen Landes zunächst selbst übernehmen. <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/venezuelas-vizepraesidentin-uebernimmt-regierung" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Das Oberste Gericht Venezuelas ernannte die bisherige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez zur Interims-Staatschefin.</a>