Das meldete die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua zum Abschluss der sechst?gigen Beratungen des Parlamentsgremiums.?Die beiden Reformen waren Mitte November nach einem Treffen des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei angek?ndigt worden.190.000 ohne Prozess in ArbeitslagerDas System der Umerziehungslager war 1957 eingef?hrt wurden. Es erlaubte der Polizei, Angeklagte ohne Prozess f?r bis zu vier Jahre in Arbeitslager zu stecken. Nach einem UNO-Bericht waren bis 2009 rund 190.000 Chinesen betroffen.Xinhua hatte vor einigen Tagen gemeldet, das System habe ?ber Jahre hinweg eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der ?ffentlichen Ordnung und Stabilit?t gespielt. Doch seien in den vergangenen Jahren andere Ma?nahmen zur Durchsetzung von Gesetz und Ordnung eingef?hrt worden.Das System der Umerziehungslager habe daher ?seine historische Mission? erf?llt.Menschenrechtsaktivisten kritisierten immer wieder die Willk?r bei den Einweisungen, von denen unter anderem Regierungskritiker und Verfasser von Petitionen betroffen sind. So wurde im vergangenen Jahr eine Mutter in ein Umerziehungslager geschickt, weil sie sich immer wieder an die Beh?rden wandte, nachdem ihre minderj?hrige Tochter entf?hrt und zur Prostitution gezwungen worden war.Kritiker warnten unterdessen, dass es statt der Umerziehungslager k?nftig andere willk?rliche Formen des Strafvollzugs geben werde.Ein-Kind-Politik wird gelockertDer St?ndige Ausschuss stimmte auch den Pl?nen der Regierung zu, die Ein-Kind-Politik an die demografische Entwicklung anzupassen. Diese Politik, wonach Paare im bev?lkerungsreichsten Land der Erde nur in wenigen Ausnahmen mehr als ein Kind bekommen d?rfen, besteht seit den 1970er Jahren.Laut Xinhua d?rfen Paare nun ein zweites Kind bekommen, wenn ein Elternteil ein Einzelkind ist. Bis dato galt diese Ausnahme nur, wenn beide Elternteile Einzelkinder sind.Weitere Ausnahmen gibt es f?r die Landbev?lkerung und ethnische Minderheiten. Die Ein-Kind-Politik wurde bisher h?ufig mit brutalen Mitteln durchgesetzt, es gibt Berichte ?ber erzwungene Sp?tabtreibungen und Zwangssterilisation.Mit der Lockerung der bisherigen Regeln will Peking dem Problem der zunehmenden ?beralterung der Gesellschaft und der selektiven Abtreibung weiblicher F?ten entgegenwirken. Gegen die Ein-Kind-Politik und die Umerziehungslager hatte es in den vergangenen Jahren zunehmend Widerstand gegeben.Im November hatte das 376-k?pfige Zentralkomitee der Kommunistischen Partei in Peking ?ber Gesellschafts- und andere Wirtschaftsreformen beraten. Es war das dritte Plenum seit dem KP-Kongress vor gut einem Jahr, bei dem die neue F?hrungsriege um Staatschef Xi Jinping bestimmt worden war.Xi verfolgt seit seinem Amtsantritt im M?rz eine Reihe von Reformen, die Kritikern aber nicht weit und nicht schnell genug vonstattengeht.apa/afp