Wen versicherte, China wolle die Handelsbeziehungen zu Italien vertiefen. Zehn Handelsabkommen im Wert von 2,25 Milliarden Euro unterzeichneten die beiden Regierungschefs in Rom.„Italien hat bisher fünf Milliarden Dollar (7,16 Mrd. Euro) in China investiert, das ist noch zu wenig. Unser Ziel ist, dass der Handelsaustausch mit Italien in den nächsten fünf Jahren auf 100 Milliarden Dollar wächst. China betrachtet ausländische Investitionen als Schlüsselelement für seine Entwicklung“, erklärte Wen.Berlusconi erklärte, er bewundere Pekings Außenpolitik. China sei stark bemüht, auf internationaler Ebene eine „Politik der Harmonie“ zu führen. Peking sei bestrebt, mit Weisheit Kontroversen zu schlichen, erklärte der Ministerpräsident. Chinas Wirtschaftswachstum mit seinem Markt von 1,4 Milliarden Menschen sei ein „außerordentliches Phänomen“, das Europa nutzen sollte.„Wen Jiabao gibt seinem Land einen großartigen Impuls. Der Beschluss der chinesischen Regierung, ausländischen Unternehmen die selben Bedingungen zu garantieren, wie den chinesischen Betrieben, ist ein wichtiger Schritt. Auch wenn wir in der Vergangenheit China mit Sorge wegen der Konkurrenz seiner Produkte betrachtet haben, müssen wir das Land jetzt als Wachstumsgelegenheit sehen, weil es ein riesiges Konsumentenreservoir hat“, meinte Berlusconi.Bei den Gesprächen in Rom ging es auch um große Infrastrukturprojekte. Laut Presseberichten will China in Hochgeschwindigkeitsbahnstrecken, Autobahnen und in den Ausbau der maroden Häfen Süditaliens investieren. Am Samstag hatte Wen Griechenland Milliardeninvestitionen versprochen. apa