Trotz aller Gegenargumente des ehemaligen Parteichefs der Millionenmetropole Chongqing gebe es keine Zweifel an der Rechtm??igkeit des Urteils, teilte das Hohe Volksgericht der Provinz Shandong am Freitag mit.Bo wird bald seine Haftstrafe antreten m?ssen und verliert sein gesamtes Verm?gen. Experten hatten die Entscheidung erwartet.Der Politkrimi um den ambitionierten Funktion?r Bo hatte die Kommunistische Partei in die tiefste Krise ihrer j?ngsten Geschichte gest?rzt.Der fr?here Polit-Star, der einst gute Aussichten auf einen Aufstieg in die neue F?hrungsspitze hatte, war nach ersten Enth?llungen im M?rz 2012 als Parteichef der 30-Millionen-Metropole Chongqing gest?rzt worden. Sein Rauswurf hatte den jahrelang vorbereiteten Generationswechsel an der Parteif?hrung im November des Jahres ?berschattet.Xilai hatte alle Vorw?rfe bestrittenAn f?nf Prozesstagen hatte Bo vehement alle Vorw?rfe der Korruption, Untreue und des Amtsmissbrauchs von sich gewiesen. Er habe niemals seine einflussreiche Stellung missbrauch, um den Mord seiner Frau Gu Kailai an dem befreundeten britischen Gesch?ftsmann Neil Heywood zur vertuschen.Das Urteil sei nicht gerecht, weil er ein erstes Gest?ndnis nur unter Druck geschrieben habe und w?hrend des Verfahrens seine Frau als Zeugin nicht befragen durfte, argumentierte Bo vergeblich laut Gerichtsmitteilung vom Freitag.Im Gerichtssaal waren nach Aussagen eines Sprechers mehr als 100 Zuschauer, darunter chinesische Journalisten. Die Beobachter waren sorgf?ltig ausgesucht worden.Ausl?ndische Journalisten waren wie w?hrend der vorherigen Prozesstage und der Urteilsverk?ndung nicht zugelassen.Der von Kritikern als Populist bezeichnete Bo Xilai ist Sohn des Revolutionsveteranen Bo Yibo, der zu den ?Acht Unsterblichen? der Partei geh?rte.Wegen seiner sozialen Politik und ?roten Kampagnen? in Chongqing war er zur Galionsfigur der linken Kr?fte in der Partei aufgestiegen und genie?t bis heute viele Sympathien.Aktivisten aus Chongqing werfen ihm hingegen vor, in der Stadt ein Terrorregime aufgebaut zu haben, und systematisch alle Gegner ausgeschaltet oder weggesperrt zu haben. Diese Vorw?rfe sind im Prozess jedoch nicht thematisiert worden.apa/dpa