Die beiden Topterroristen hätten sich in zwei verschiedenen Häusern im Nordwesten des Landes versteckt, meldete CNN am Montag unter Berufung auf einen ranghohen NATO-Vertreter. „Keiner von Al-Kaida lebt in einer Höhle“, zitierte der Sender den Gewährsmann.Vielmehr lebe die Al-Kaida-Führung relativ angenehm und werde von Einheimischen und Mitgliedern des pakistanischen Geheimdienstes geschützt. Die USA vermuten seit langem, dass sich die Terrorführer im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet verstecken.Der pakistanische Innenminister Rehman Malik wies die Vorwürfe am Montag dem Bericht zufolge zurück. Er habe darauf verwiesen, dass sich ähnliche Gerüchte in der Vergangenheit stets als falsch erwiesen hätten.Bin Laden und Zawahiri halten sich laut CNN an getrennten Orten auf, die allerdings nicht weit voneinander entfernt liegen. Der anonymen Quelle zufolge sollen sie sich in den vergangenen Jahren in einem Gebiet von mehreren hundert Quadratkilometern bewegt haben – von den Bergen um Chitral im äußersten Nordwesten Pakistans bis hin zum Kurram-Tal, das an die afghanische Region Tora Bora grenzt. Dort hatte sich Bin Laden vermutlich bis Ende 2001 aufgehalten.Woher diese Informationen stammen, wollte der NATO-Gewährsmann nicht sagen. Laut CNN ist der Informant direkt mit dem Afghanistan-Einsatz befasst. Seiner Ansicht nach nehmen die USA zurecht an, dass Taliban-Chef Mullah Omar in den vergangenen Jahren abwechselnd in den pakistanischen Großstädten Quetta und Karachi gelebt hat.Die Aussichten der NATO im Krieg gegen die Taliban sieht der Gewährsmann laut CNN deutlich pessimistischer als aus den offiziellen Stellungnahmen des westlichen Bündnisses hervorgeht. „Jedes Jahr kann der Aufstand mehr und mehr Unterstützer gewinnen“, sagte er dem Sender. Die Extremisten könnten bei der Rekrutierung neuer Kämpfer auf 500.000 bis eine Million unzufriedene Männer zwischen 15 und 25 im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet zurückgreifen. Die meisten Aufständischen wollten vor allem Geld verdienen und kämpften nicht für die radikalislamische Ideologie der Taliban.Die Strategie des Westens sei es nun, den Druck auf die Taliban zu erhöhen und damit die Friedensverhandlungen mit der Regierung in Kabul voranzutreiben. Die USA hätten zwar die militärischen Möglichkeiten, den Krieg für unbestimmte Zeit fortzuführen, das Ziel sei aber eine Versöhnung, damit die afghanische Regierung funktionieren und selbst für Sicherheit sorgen könne. Andernfalls „werden wir für immer kämpfen“, sagte der NATO-Vertreter dem Sender.apa/dapd