Dienstag, 22. Januar 2019

CONI-Chef Malagò bei Landeshauptmann Kompatscher

Der Präsident des italienischen Olympischen Komitees, Giovanni Malagò, hält sich am Dienstag in Südtirol auf, wo am Vormittag der CONI-Rat zu seiner 1048. Sitzung - erstmals in Bozen - zusammenkommt. Vor dieser Sitzung traf Malagò im Landhaus 1 in Bozen mit Landeshauptmann Arno Kompatscher zusammen.

Bei dem Gespräch am Dienstag im Landhaus 1 waren auch Südtirols CONI-Vertreter Heinz Gutweniger und FIGH-Vizepräsident Stefano Podini anwesend. - Foto: LPA/mb
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Bei dem Gespräch am Dienstag im Landhaus 1 waren auch Südtirols CONI-Vertreter Heinz Gutweniger und FIGH-Vizepräsident Stefano Podini anwesend. - Foto: LPA/mb

Im Rahmen des knapp einstündigen Gesprächs von Südtirols Landeshauptmann und künftigem Landesrat für Sport mit dem CONI-Chef kamen sowohl die Bewerbung Italiens um Austragung der 25. Olympischen Winterspiele 2016, die besondere Förderung von Spitzensportlern und Spitzensportlerinnen als auch die Zukunft des CONI im Lichte der von der Regierung vorgelegten Reformvorschläge zur Sprache.

Winterspiele 2026 im Zeichen der Nachhaltigkeit

Bekanntlich beteiligt sich das Land Südtirol ebenso wie das Trentino an der Bewerbung von Mailand und Cortina zur Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2026 und hat auch schon erste Finanzmittel bereitgestellt.

Sollte sich Italien gegen den schwedischen Mitbewerber Stockholm durchsetzen, würden in Antholz die Biathlonbewerbe ausgetragen. Das Internationale Olympische Komitee IOC wird im Juni die Entscheidung treffen.

Auch „Südtirol Heute“ hat darüber berichtet. 

„Keine pharaonischen Neubauten“

„Wir sind natürlich stolz darüber, dass wir über eine Sportinfrastruktur verfügen, die olympiatauglich ist", betonte Kompatscher gegenüber Malagò, „wichtig ist für uns allerdings, dass die Bewerbung der Nachhaltigkeit und dem Umweltschutz Rechnung trägt, indem bestehende Infrastruktur, wie eben das Biathlonzentrum in Antholz, genutzt und keine pharaonischen Neubauten erstellt werden, die großen Auswirkungen auf die Umwelt haben."

Der Landeshauptmann verwies auch darauf, dass einige Bewerbe in den Dolomiten stattfinden sollen, die im Sinne der UNESCO als Weltnaturerbe geschützt sind: Daher sei es wichtig, nicht nur für die Sportbewerbe, sondern auch was Mobilität und Verkehr angeht, nachhaltige Lösungen anzupeilen.

Südtirols Spitzensportler und staatliche Reform des Sportsektors

Gesprochen wurde auch über die Förderung des Spitzensports, beziehungsweise der Top-Athleten. Dabei stimmten Kompatscher und Malagò überein, dass Südtirol überdurchschnittlich viele Spitzensportler unterschiedlichster Sportarten hervorbringe, nicht nur im Wintersport.

CONI-Präsident Malagò sicherte Kompatscher zu, dass das Nationale Olympische Komitee die Sportausbildung in Südtirol weiterhin unterstützen werde.

stol/lpa

stol