Donnerstag, 09. Juli 2020

„Corona-Pandemie hat Blick auf Sozialberufe geschärft“

Die Corona-Pandemie hat die Sozialberufe in den Mittelpunkt der Gesellschaft gerückt. Nichtsdestotrotz entsteht häufig der Eindruck, dass diese systemrelevanten Berufe von jedem ausgeübt werden können. Indes wird weiter an einem neuen Landesgesetz für die Sozialberufe gearbeitet.

„Die Sozialberufe zählen zu den systemrelevanten Berufen, ohne sie kann unsere Gesellschaft nicht funktionieren“, ist sich Landesrätin Deeg sicher.
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„Die Sozialberufe zählen zu den systemrelevanten Berufen, ohne sie kann unsere Gesellschaft nicht funktionieren“, ist sich Landesrätin Deeg sicher. - Foto: © shutterstock
Das Sozialwesen ist Ausdruck einer anspruchsvollen Gesellschaft, für die eine gute Um- und Versorgung selbstverständlich ist.
Weniger selbstverständlich ist die gesellschaftliche Wertschätzung und Anerkennung derer, die diesen hohen Ansprüchen in ihrer täglichen Arbeit, begegnen.

„Die Sozialberufe zählen zu den systemrelevanten Berufen, ohne sie kann unsere Gesellschaft nicht funktionieren.
Es ist darum nur mehr als legitim, dass wir uns alle gemeinsam für bessere Rahmenbedingungen und eine größere Wertschätzung der Sozialberufe in all ihren unterschiedlichen Ausprägungen einsetzen“, sagt Landesrätin Waltraud Deeg .

Der Landesverband der Sozialberufe fordert für die Sozialberufe mit Berufs- Fachausbildung einen Berufskodex als verbindliches und identitätsstiftende Richtlinie , sowie eine klare eigenständige berufsethische Position.

„Es entsteht oft der Eindruck, dass soziale Arbeit jeder machen kann“

Aus diesem Grund, hat der Landesverband 2017 mit den Arbeiten zum Berufskodex begonnen und arbeitet seit 2019 am Landesgesetz für die Sozialberufe mit Berufs- Fachausbildung, in dem auch der genannte Berufskodex verankert wird.

Ein zentrales Ziel des Landesgesetzes ist es, die Sozialberufe mit Fach- und Berufsausbildung zu regeln, um eine fachgerechte und an den einschlägigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerichtete Berufsausübung sicherzustellen.


Dies gilt vor allem bei der Mitgestaltung der Lebenswelt von Menschen, die auf Grund von Alter, Behinderung oder anderen schwierigen Lebenslagen in ihrer Lebensgestaltung benachteiligt sind oder deren persönliche und soziale Entwicklung gefährdet erscheinen.

Soziale Arbeit werde immer wieder und sehr schnell in die Nähe der Laienarbeit gerückt, dadurch entstehe der Eindruck, soziale Arbeit könne eigentlich jeder machen, so der Landesverband der Sozialberufe.

Die Corona-Pandemie hat den Blick für die Bedeutung Sozialberufe geschärft und legt den Handlungsbedarf offen, von Seiten der Politik, der Arbeitgeber, der gesetzlichen Rahmenbedingungen und der Frauen selber, schreibt der Landesverband der Sozialberufe in einer Presseaussendung abschließend.

Große Beteiligung bei Arbeiten am Landesgesetz für die Sozialberufe

Der Landesverband arbeitet mit Zustimmung von Landesrätin Waltraud Deeg und Unterstützung von Michela Trentini, Direktorin der Abteilung Soziales, Volksanwältin Gabriele Morandell, Monika Gasser von der Dienststelle für Personalentwicklung in der Abteilung Soziales, Landtagsabgeordnete Magdalena Amhof, die Vorsitzende der SVP-Frauen und Kammerabgeordnete Renate Gebhard, Ulrike Oberhammer, Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen, Gleichstellungsrätin Michela Morandini und Marta von Wohlgemuth, Geschäftsführerin des Landesverbandes der Sozialberufe am Landesgesetz für die Sozialberufe mit Berufs- Fachausbildung, in dem auch der genannte Berufskodex verankert wird.

stol