Dienstag, 07. Dezember 2021

3G für Öffis: Der Staat bleibt hart

Kein Entgegenkommen für ungeimpfte Schüler aus Rom: Sie müssen für die Fahrt mit dem Bus einen 3G-Nachweis vorzeigen. Landeshauptmann Arno Kompatscher warb am Dienstag bei der Pressekonferenz nach der Sitzung der Landesregierung dafür, Jugendliche impfen zu lassen: „Experten sagen, Jugendliche vertragen die Impfung besonders gut.“ Auf diese Weise sei auch das Bus-Problem leicht zu lösen. Auch bezog der Landeshauptmann dazu Stellung, welchen Impfstoff es bei der Sonder-Impfaktion am kommenden Wochenende geben wird.

Kein Entgegenkommen gibt es für ungeimpfte Schüler.
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Kein Entgegenkommen gibt es für ungeimpfte Schüler. - Foto: © ANSA / LUCA ZENNARO
Impfen und boostern: Dafür hat Landeshauptmann Arno Kompatscher am Dienstag neuerlich geworben. „Wir haben eine sehr dynamische Situation in unserem Land“, sagte er mit Blick auf die aktuellen Coronazahlen. Die Inzidenz liege deutlich über 600, in den Krankenhäusern gebe es sehr viel Fluktuation auf den Stationen: kein gutes Zeichen.

Gesundheitslandesrat Thomas Widmann habe die Landesregierung bei ihrer Sitzung am Dienstagvormittag über die neuesten Entwicklungen in der Bekämpfung der Pandemie in Kenntnis gesetzt: „In den Krankenhäusern gibt es mehr Eingänge aus Ausgänge“, obwohl die Zahlen auf dem Papier nur langsam stiegen, sagte der Landeshauptmann.




„Es ist wichtig, dass es uns gelingt, die Impfquote zu erhöhen“: Kompatscher lud alle bereits doppelt Geimpften dazu ein, sich für die Booster-Termine zu registrieren. „Wo es gelungen ist, Menschen zur Auffrischungsimpfung zu bewegen, sind die Coronazahlen nach unten gegangen“, unterstrich der Landeshauptmann.

Luft nach oben gebe es noch bei den Erstimpfungen: „Wir hoffen, dass wir mit der Sonderaktion am kommenden Wochenende Menschen dazu bewegen können, sich für die Impfung zu entscheiden.“

Moderna für Drittimpfungen: Wirksam und auf Lager

Wie berichtet, wird am Impf-Wochenende vom 10. bis zum 12. Dezember vorwiegend der Impfstoff von Moderna eingesetzt werden – besonders für die Booster-Impfung. „Die verfügbaren Dosen von Biontech/Pfizer sind für jene vorgesehen, die ihre Zweitimpfung damit bekommen sollen“, sagte der Landeshauptmann. Die übergroße Mehrheit der bereits doppelt geimpften Südtiroler habe 2 Dosen Biontech/Pfizer erhalten und werde daher nun mit Moderna geboostert: „Kreuzimpfungen sind wissenschaftlich empfohlen, weil besonders wirksam“, sagte Kompatscher. Und: „Es gibt momentan auch mehr Moderna-Impfstoff: Das ist in Italien und Europa so.“

3G im Schulbus: Aufruf an Jugendliche, sich impfen zu lassen

In seinem Impf-Appell verwies der Landeshauptmann auch explizit auf Jugendliche: „Von den 12- bis 19-Jährigen sind in Südtirol nur etwa 55 Prozent geimpft, im restlichen Staatsgebiet sind es über 70.“ Die Regierung in Rom habe es abgelehnt, einen Aufschub für die 3G-Pflicht im Schülertransport zu gewähren: „Man kann sich aber impfen lassen. Auch Testmöglichkeiten bestehen.“

Auch habe es zu diesem Thema Aussprachen mit den Kontrollorganen gegeben: „Wir hatten uns mit den Ordnungskräften darauf verständigt, diese Norm in den ersten Tagen mit der notwendigen Flexibilität zu kontrollieren.“ Bisher habe es keine Sanktionen gegeben. „An diesem Wochenende können sich aber alle impfen lassen. Experten sagen, Jugendliche vertragen die Impfung besonders gut. Auf diese Weise ist das Problem leicht zu lösen.“

Auch die SVP-Arbeitnehmerchefin Magdalena Amhof fordert ein Entgegenkommen der Ordnungskräfte.

Schüler werden weiterhin in der Schule getestet

Das freiwillige Nasenflügel-Screening an den Schulen werde weitergehen, sagte der Landeshauptmann: „Das ist eine sinnvolle und nützliche Initiative.“ Für den Green Pass werden diese Tests aber nicht gelten, da es dafür geschultes Personal brauche, das es nicht in der notwendigen Zahl gebe.

Für Chöre und Musikkapellen ändert sich vorerst nichts: „Wir werden in diesem Bereich 3G konsequent umsetzen.“ Eine 2G-Pflicht sehe der Staat in diesem Bereich derzeit nicht vor.

kn