Montag, 05. Oktober 2020

Corona-Tests für die österreichische Regierung nach Infektion im Kanzleramt

Die gesamte österreichische Bundesregierung lässt sich vorsichtshalber auf Corona testen, weil ein enger Mitarbeiter von Bundeskanzler Sebastian Kurz mit SARS-CoV2 infiziert ist.

Kanzler Kurz und Vizekanzler Kogler  sagten kurzfristig alle Termine ab
Kanzler Kurz und Vizekanzler Kogler sagten kurzfristig alle Termine ab - Foto: © APA / GEORG HOCHMUTH
Die Ergebnisse werden Montagnacht bzw. Dienstag früh erwartet. Finanzminister Gernot Blümel hat vorerst alle Wahlkampftermine abgesagt. Er hätte als Wiener ÖVP-Chef und -Spitzenkandidat Montagabend am „Puls“-Duellabend teilnehmen sollen.

Auch Kurz und Vizekanzler Werner Kogler hatten umgehend ihren geplanten Auftritt bei der Pressekonferenz zu den Festspielhäusern gestrichen, als sie am Weg nach Salzburg vom positiven Testergebnis des Kabinetts-Mitarbeiters erfuhren. Die Regierungsspitze war laut Kanzleramt am Mittwoch das letzte Mal mit dem Mitarbeiter - der am Dienstagabend noch ein negatives Testergebnis gehabt habe - in Kontakt.

Umgehend nach Bekanntwerden seiner Corona-Infektion am Montag wurde die Informationskette gestartet. Nicht nur die Regierungsmitglieder, auch alle Kollegen aus dem Umfeld des Mitarbeiters werden vorsichtshalber getestet. Den Journalisten, die vergangenen Mittwoch beim Ministerrat waren, wurden Tests angeboten. Aber weder die Regierungsmitglieder noch die Journalisten fallen in die Kategorie „K1“, gelten also nicht als enge Kontaktpersonen des Betroffenen.


2 neue Corona-Fällen wurden am Montag auch aus dem österreichischen Parlament gemeldet: ÖVP-Umweltsprecher Johannes Schmuckenschlager und NEOS-Budgetsprecherin Karin Doppelbauer sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Im ÖVP-Klub ist das der 4. Fall: Auch die türkisen Abgeordneten Johann Singer, Maria Großbauer und Martin Engelberg sind in den vergangenen Monaten positiv getestet worden.

apa/stol

Schlagwörter: