Freitag, 15. Januar 2021

Coronageschüttelte Arbeitnehmer – Sicherung der Arbeitsplätze oberste Priorität

Das Arbeitsförderungsinstitut AFI hat das Corona-Jahr 2020 aus dem Blickwinkel der Arbeitnehmer analysiert. Der SVP-Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler nimmt diese Analyse zum Anlass, die Arbeitsmarktentwicklung des Vorjahres genauer unter die Lupe zu nehmen und an die Verantwortung aller zu appellieren.

Der SVP- Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler appelliert an die Verantwortung aller.
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Der SVP- Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler appelliert an die Verantwortung aller. - Foto: © svp
Im Jahr 2020 haben viele Begriffe aus der Arbeitswelt eine neue Bedeutung erhalten: Steigende Arbeitslosenzahlen, Verlust des sicheren Jobs, Einbruch der Gastronomie, Lohnausgleichskasse, Kündigungsverbot, um nur einige zu nennen. Nun ist es wichtig, in die Zukunft zu blicken und Maßnahmen zu entwickeln, um Südtirol so schnell wie möglich aus der Coronakrise zu führen.

„Das Coronavirus hat uns vor Augen geführt, wie schnell die gesellschaftliche Ordnung in eine Schieflage geraten kann. Umso mehr ist es wichtig, die Menschen überall dort, wo eine soziale Gefährdung besteht, zu unterstützen“, unterstreicht Helmuth Renzler.

Oberste Priorität: Sicherung der Arbeitsplätze

Bei der Sicherung der Arbeitsplätze müssen alle an einem Strang ziehen, das heißt, die Politik muss gemeinsam mit den Unternehmen, der Wirtschaft sowie den Gewerkschaften Akzente setzen, insbesondere, um Jobs für die Jungen aber auch für ältere Mitarbeiter zu garantieren. Eine gemeinsame Vorgehensweise ist in Coronazeiten noch wichtiger als je zuvor.

„Die Wirtschaft muss in Zukunft vermehrt einen Teil der Ausbildungskosten für ihre Fachkräfte übernehmen, denn es kann nicht mehr sein, dass dafür nur der Steuerzahler aufkommt. Eigenverantwortung ist die Losung und diese gilt auch für die Wirtschaft, die für die Ausbildung ihrer Fachkräfte in Zukunft vermehrt die Verantwortung übernehmen muss. Die durch diese Maßnahmen freiwerdenden Ressourcen können dann anderweitig eingesetzt werden, beispielsweise im Sozialwesen, wo finanzielle Mittel benötigt werden“, fasst Renzler zusammen.

Beschäftigungstendenz muss wieder positiv werden

Das AFI hat aufgezeigt, dass die Entwicklung der Beschäftigung im Vorjahr in mehreren Bereichen fast durchgehend negativ ist. So sind Monate zu verzeichnen, an denen die Tendenz sehr negativ ist, gefolgt von weniger negativen Monaten. Die negative Tendenz betraf hierbei insbesondere die befristeten Arbeitsverträge, während die Anzahl der Festangestellten überraschenderweise leicht angestiegen ist.

„Die gesamte Gesellschaft ist gefordert, dazu beizutragen, dass die Beschäftigungsrate wieder ansteigt. Jede und jeder von uns ist verpflichtet, dazu beizutragen, damit dieses Ziel erreicht wird. Allen voran ist die Politik gefordert, geeignete Maßnahmen zu erlassen, damit wir dieses Ziel so schnell wie möglich erreichen, wobei nicht nur einseitige Unterstützungen für Unternehmen und Betriebe gewährt werden müssen, sondern bei Unterstützungsmaßnahmen auch die Garantie der Arbeitsplatzerhaltung für die Mitarbeiter als Bedingung für solche Maßnahmen verlangt und eingefordert werden“, sagt der Landtagsabgeordnete.

Lohnausgleichskasse muss künftig besser funktionieren

Mit der Ausgleichskasse konnte vielen Menschen ein Einkommen zum Teil gesichert werden. Laut AFI wurden in Südtirol im Jahr 2020 rund zehnmal mehr Stunden genehmigt als im Vergleichszeitraum von 2019.

„Es hat sich herausgestellt, dass man mit der Lohnausgleichskasse kurzfristig einer Krise gegensteuern kann. Allerdings ist es damit verbunden auch zu Problemen und Verzögerungen bei einer zeitnahen Auszahlung gekommen. Hier muss so schnell wie möglich nachgebessert werden“, betont Helmuth Renzler, der zusichert, sich im Landtag auch weiterhin mit aller Kraft für eine Lösung dieser Probleme einzusetzen.

stol