Samstag, 21. November 2020

Coronahilfen – Italien verabschiedet neues Stützungspaket

Die italienische Regierung hat in der Nacht auf Samstag ein Hilfspaket für jene Berufsgruppen und Wirtschaftssektoren verabschiedet, die besonders stark von einem vor 2 Wochen in Kraft getretenen Teil-Lockdown in mehreren Regionen betroffen sind.

Die italienische Regierung will niemanden im Stich lassen.
Die italienische Regierung will niemanden im Stich lassen. - Foto: © Shutterstock
Die Maßnahmen in der Größenordnung von 2 Milliarden Euro stützen vor allem die Gastronomie, die Kultur und den Tourismus. Es handelt sich um das dritte Hilfspaket seit Beginn der zweiten Corona-Epidemiewelle im Herbst.

Niemand soll im Stich gelassen werden

Das Kabinett werde niemanden im Stich lassen, versicherte Regierungschef Giuseppe Conte. Er gab jedoch zu, dass dem Land weitere harte Monate bevorstehen. Er hoffe, dass die Anti-Covid-Maßnahmen schnell greifen werden, sodass der Konsum zumindest vor den Weihnachtsfeiertagen wieder steigen könne.

Seit Samstag ist auch die Apennin-Region Abruzzen eine „rote Zone“ mit einem Teil-Lockdown und geschlossenen Geschäften. Geprüft wird, ob Kärntens Nachbarregion Friaul Julisch Venetien, die als orange Zone eingestuft wurde, zur „roten Region“ werden soll.

Gesundheitsminister Roberto Speranza verabschiedete am Freitag eine Verordnung, laut der die Maßnahmen, die für die „roten Regionen“ Lombardei, Piemont, Aostatal, Apulien, Kalabrien und Sizilien gelten, bis zum 3. Dezember ausgedehnt werden.

Corona-Maßnahmen scheinen zu greifen

Die Maßnahmen der italienischen Regierung scheinen zu greifen. In mehreren Regionen sank der Reproduktionswert unter 1, dies bedeute, dass die Epidemiekurve sinke, berichtete Gesundheitsminister Speranza. In keiner der gelb und orange eingestuften Regionen verschlechterte sich die Lage. Italien könne jedoch nicht die Maßnahmen lockern, weil der Druck auf die Krankenhäuser und auf die Intensivstationen weiterhin stark sei.

Unterdessen will die Regierung den Handel in der Weihnachtszeit unterstützen. So sollen auch in den Regionen mit Teil-Lockdown 10 Tage vor Weihnachten die Shops und Einkaufszentren wieder geöffnet werden, um den Konsum zu beleben, geht aus Plänen des Kabinetts in Rom hervor. Einen endgültigen Beschluss bezüglich der Regeln für die Weihnachtszeit will die Regierung bis 3. Dezember fassen.

In Italien ist am Freitag die Zahl der Coronavirus-Infizierten in 24 Stunden weiter gestiegen, allerdings sinkt der Reproduktionswert im Land. Die Zahl der Neuansteckungen kletterte von 36.176 auf 37.242. Es wurden 699 Tote gemeldet, am Vortag waren es 653, teilte das Gesundheitsministerium mit. Somit starben seit Beginn der Pandemie am 20. Februar in Italien 48.569 Personen mit oder am Coronavirus.

apa

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