Montag, 21. September 2020

Corvara: Bürgermeister-Kandidat Rottonara muss noch zittern

Gerade in der ladinischen Gemeinde Corvara, wo das Quorum von 50 Prozent erreicht werden muss, um eine kommissarische Verwaltung zu verhindern, ist die Wahlbeteiligung südtirolweit am Montag noch am niedrigsten.

Auch am Montag noch wird in Südtirol gewählt.
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Auch am Montag noch wird in Südtirol gewählt. - Foto: © DLife
Laut Regionalgesetz müssen in Gemeinden bis zu 15.000 Einwohnern, in denen nur eine Kandidatenliste für den Gemeinderat zugelassen und dann auch gewählt wird, diese Listen mindestens 50 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen. Außerdem müssen 50 Prozent aller Wahlberechtigten an der Gemeinderatswahl teilnehmen.

In diesem Jahr hing über 28 Gemeinden das Damoklesschwert des Quorums.

Am Sonntag um 23 Uhr hatten die meisten dieser Gemeinden die 50-Prozent-Schwelle bereits überschritten, mit Ausnahme von 7 Gemeinden: Corvara, St. Leonhard in Passeier, St. Pankraz, Tirol, Ulten, Martell und Barbian.

Doch auch in diesen Gemeinden fehlen fast überall nur noch wenige Prozentpunkte – mit Ausnahme von Corvara.

Hier gaben bis Sonntag, 23 Uhr erst 38,01 Prozent der Wähler ihre Stimme ab.

Sollte bis Montag, 15 Uhr, das Quorum von 50 Prozent nicht erreicht werden, wird eine kommissarische Verwaltung eingesetzt, anschließend kommt es zu Neuwahlen.

Einziger Bürgermeisterkandidat in Corvara ist Robert Rottonara, der seit 10 Jahren im Amt ist.




Die Wahlbeteiligung in den Wackel-Gemeinden bis Sonntag, 23 Uhr:

Corvara: 38,01 Prozent
St. Leonhard : 42,23 Prozent
St. Pankraz: 44,48 Prozent
Tirol: 46,77 Prozent
Ulten: 49,14 Prozent
Martell: 46,61 Prozent
Barbian: 46,3 Prozent

liz