Donnerstag, 06. Februar 2020

Coworking-Büros für Dörfer

Der Landtag hat am Donnerstag einen Beschlussantrag genehmigt, der die Förderung von sogenannten Coworking Spaces in den Landgemeinden vorsieht. Eingebracht hatte den Antrag Jasmin Ladurner von der SVP.

Coworking Space als Chance für Landgemeinden: Der Landtag stimmte Beschlussantrag zu.
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Coworking Space als Chance für Landgemeinden: Der Landtag stimmte Beschlussantrag zu. - Foto: © LPA
In Coworking Spaces werden Büroarbeitsplätze samt die Infrastruktur (Internetzugang, Drucker, Scanner, Telefon, Tische usw.) zur Verfügung gestellt und eine freie, zeitlich flexible Nutzung ermöglicht. Sie bieten einerseits Jungunternehmern, Startups und Freiberuflern und den sogenannten „digitalen Nomaden“ Arbeitsräumlichkeiten, andererseits geben sie Arbeitnehmern die Möglichkeit, außerhalb des Betriebs in einer professionellen Umgebung zu arbeiten.

Auch die Plattform Land, deren Ziel die Aufwertung des ländlichen Raumes ist, begrüßt den Antrag zur Förderung des Coworking in den Dörfern, da dadurch die Peripherie aufgewertet wird und besonders jungen Menschen neue Chancen geboten werden. „Um der Abwanderung aus ländlichen Gebieten aktiv entgegen zu wirken, muss der Arbeitsmarkt in Südtirol für junge Leute attraktiver gestaltet werden. Neben der Förderung des sozialen Austausches, könnten solche Einrichtungen zudem helfen den Pendlerverkehr zu reduzieren und gleichzeitig die Wirtschaft vor Ort stärken“, erklärt Ladurner.

Der Landtag fordert in dem nun genehmigten Beschlussantrag die Landesverwaltung auf solche Einrichtungen zu fördern und den Gemeinden dabei behilflich zu sein, geeignete Räumlichkeiten zu finden.

Der 1. Coworking Space öffnete vor 3 Jahren in Meran/Untermais seine Türen, danach folgten u.a. Bruneck, Bozen und Schlanders.

stol