„Es ist mir ein Anliegen, dass dieses Projekt schnell realisiert wird“, sagte Cox volle Unterstützung für den BBT zu.Trotz der finanziellen Schwierigkeiten in Europa rät Cox, der erst vergangene Woche zum Tunnelkoordinator bestellt wurde, dazu, die finanziellen Kräfte so schnell wie möglich zu mobilisieren. „Wir haben die Ressourcen jetzt verfügbar, lassen sie uns die Gelder jetzt nutzen“, verweist Cox auf den bis zum Jahr 2013 zur Verfügung stehenden EU-Beitrag für das Priorität-1-Projekt BBT in der Höhe von einer Milliarde Euro. Ein verspäteter Baubeginn würde nicht nur das Risiko einer Verteuerung bergen. Nach 2013 gibt es auch keine Sicherheit, dass nicht ausgeschöpfte Finanzmittel weiter zur Verfügung stehen. „Ich möchte das nun verfügbare Geld ausgeben und dann schauen, noch mehr Geld zu bekommen“, so Tunnelkoordinator Cox. Der BBT ist das einzige Infrastrukturprojekt, das mit einer Milliarde Euro von der EU kofinanziert wird.Erfreut über das klare Bekenntnis zum BBT ist Tirols Landeshauptmann Günther Platter. 75 Prozent der Gesamtstrecke von Berlin bis Palermo sind bereits ausgebaut. Es fehlt der sensible Bereich im Wipptal. „Wir sind bereit für den Bau des Brenner Basistunnel“, bekräftig Platter und mahnt von der Österreichischen Bundesregierung Vertragstreue gegenüber der EU und den beteiligten Staaten ein: „Beim Brenner Basistunnel geht es nicht nur um die Umsetzung eines Projekts zur Entlastung der Bevölkerung, es geht auch um Handschlagqualität gegenüber der EU.“ Im Herbst dürfe es keinen Zweifel mehr daran geben, dass der BBT der einzige und richtige Weg zur Entlastung ist. Beim Treffen von Platter und EU-Koordinator Cox angesprochen wurde auch die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene. Auch hier sagte Cox seine volle Unterstützung etwa im Rahmen der von seinem verstorbenen Vorgänger Karel van Miert initiierten Brenner-Plattform zu.